Aktuell, Gastronomie

Wiesn-Atmosphäre in Brüssel

Von Heide Newson.

Hoch ging´s her als die Bayerische Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen, Dr. Beate Merk, am 14. Oktober auf der Place Jourdan das traditionelle Bayerische Oktoberfest in Brüssel eröffnete.

Es schüttete wie aus Kübeln, als etwa 1.700 der geladenen Gäste schon weit vor 19 Uhr ins Festzelt strömten. Gesichtet wurden viele EU-Kommissare wie etwa Günther Oettinger, der EVP-Fraktionsvorsitzende Manfred Weber, zahlreiche Abgeordnete, Botschafter, sowie unzählige EU-Beamte, von denen manche ihre Lederhosen aus ihren Schränken geholt hatten. Zentraler Blickfang waren jedoch die feschen Madel, die das Dekolleté ihrer Dirndl ins rechte Licht rückten. Dabei verriet die Position ihrer Schürzenschleife ihren Beziehungsstand. Schleife rechts gebunden bedeutet: „ich bin in festen Händen“, Schleife links: „ich bin noch zu haben“.

OktAlle zwei Jahre lädt Bayern im Herzen des Europaviertels zahlreiche Mitglieder der „Brüsseler EU-Familie“ zu einem großen „Dankeschön“ ein. Eingebettet in eine Woche von Tagungen der Außen- und Innenpolitik der EU und der Sitzung der Staats-und Regierungschefs am 15./16. Oktober heißt es bis einschließlich nächsten Dienstag „o´zapft ist“. Dabei bietet das bayerische Oktoberfest, seit mehr als zwei Jahrzehnten ein absoluter Brüsseler Erfolgsgarant, eine besondere Plattform, um sich über das aktuelle
Geschehen auszutauschen, wichtige Kontakte zu knüpfen, und um sich köstlich zu amüsieren.

Ein Stück bayerische Kultur 

Die bayerische Europaministerin, ein echter „Dirndl“-Hingucker, dankte den Sponsoren und Partnern aus der bayerischen Wirtschaft, und ermutigte ihre Gäste gleichwohl, das pulsierende Fest zu einem regen Austausch zwischen den Nationen zu nutzen. Diese ließen sich nicht lange bitten, und stießen auf die bayerische Gemütlichkeit an. Dabei floss die „Maß“ in Strömen. Wie bereits in den Vorjahren sorgten die Nürnberger Festwirte Conny& Thomas Bösl für das bayerische Leibeswohl. Serviert wurde Ochsenbraten vom Spieß mit Blaukraut und Knödeln.

Okt1_FotorEingeheizt wurde die Stimmung mit der Dürnbacher Blaskapelle vom Tegernsee, sowie einer Abordnung der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien. Zur schmissigen Bierzeltmusik wurde sodann eifrig das Tanzbein geschwungen. „Das war ein super Auftakt, morgen komme ich wieder ins Festzelt,“ so eine waschechte Bayerin, die wie alle die bayerische Kultur in Europas „Hauptstadt“ so richtig genoss.

Info: www.oktoberfest-bruessel.de

One Comment

  1. Gisbert Kuhn

    Liebe Heide,
    es ist ja bekannt, dass irgendein germanischer Motzki immer an irgend etwas herummeckern muss. Heute spiele ich mal mit Blick auf Deinen hübschen Oktoberfest-Artikel den Klugscheißer. Also: Zwar liegt die Herrschaft der Wittelsbacher (Clemens-August z. B.) im Rheinland schon einige Zeit zurück. Trotzdem sollte man auch hier immer noch (wenn man sich schon des bayerischen Idioms bedient) ein Mädchen als „Madl“, auf keinen Fall jedoch als „Madel“ bezeichnen. Zweitens nehme ich an, dass man – bei entsprechender Mühewaltung – die anwesenden EU-Beamten durchaus hätte zahlenmäßig erfassen können. Mithin hätte im Text nicht von „unzuähligen“, sondern allenfalls von „ungezählten“ EU-Beamten die Rede sein müssen. Drittens (jetzt wird es wieder bayerisch) gibt es nicht die „Maß“ Bier. Das Wort wird nämlich nicht mit einem langen „a“ geprochern, sondern mit einem kurzen und scharf betonten „s“; so wie zum Beispiel auch „dass“. Mithin sollte auch von einer „Mass“ geschrieben werden.
    Bevor Du über diese Erbsenzählereien den Kopf schüttelst, lass Dich in den Arm nehmen und werte die Besserwisserei als Beweis dafür, dass es Glück immer noch aufmerksame Leser gibt.
    Liebe Grüße von Rhein an das rheinische Mädchen,
    Gisbert

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