Eine Klappsesselgeschichte

Wir haben gelernt, dass sich das Corona-Virus in der Sonne unwohl fühlt. Es ist heiß, viele sagen: zu heiß. Die Überlebenschancen des Erregers sinken. Der Mensch will darauf nicht warten und sucht für sein Wohlbefinden ein Wasserloch oder eine kalte Kirche. Oder eine Kinovorstellung mit Aircondition. Im Brüsseler UGC wird gerade die belgische Neuverfilmung des Großstadtromans „Berlin Alexanderplatz“ vorgeführt. Wegen Coronaängsten sind die Tickets per Internet zu kaufen, dürfen dann nicht mit den Händen ungültig gemacht werden, und die sieben Leute im Saal tragen alle Gesichtsmasken. Man kann sich setzen wie man will, ist dieser Klappsessel auch gesetzesbedingt desinfiziert? Vielleicht. Filmende, die Lichter gehen an, und nirgendwo steht jemand mit Wischtuch und einer Spraydose. Feierabend. Frischluft? Draußen, ja.

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