Dinant feiert den Erfinder des Saxofons

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„La Clepsydre de Monsieur Sax“, eine Wasseruhr in Form eines Saxophons, vor dem Rathaus von Dinant. (© AIAS/Ph.Dehuit)

Ohne ihn wäre die Musikwelt um eine Instrumentenfamilie ärmer: Adolphe Sax gilt als der Erfinder des Saxofons. Er wurde vor 200 Jahren, am 6. November 1814, in Dinant geboren – und das hübsche Städtchen an der Maas richtet seinem großen Sohn ein ordentliches Fest aus.

„La Clepsydre de Monsieur Sax“ hat seit dem 7. Februar 2014 die Stunden gezählt. Die gläserne Wasseruhr in Form eines Saxofons steht im Hof des Rathauses von Dinant. Glas, Wasser und Licht treiben ein schönes Farbenspiel. Alle acht Sekunden fällt ein Tropfen Wasser in die Skulptur des Glasmachers Bernard Tirtiaux – am 6. November soll sie randvoll sein.

Ständchen von 200 Saxophonisten

Abends organisiert die Internationale Adolphe-Sax-Gesellschaft (AIAS) einen Umzug, bei dem eine eigens angefertigte Riesen-Figur von Adolphe Sax durch die Stadt getragen wird. Musiker und das Publikum starten um 19 Uhr am Rathaus. Hunderte Leuchtballons werden an die Teilnehmer verteilt. Der Höhepunkt des Spektakels: Am Ziel, der Maison de Monsieur Sax, trifft die Parade auf 200 Saxophonisten und alle gemeinsam bringen dem Jubilar ein Ständchen: „Happy Birthday, Mr. Sax!“.

Außerdem findet am 7. und 8. November das Finale des 6. Internationalen Adolphe-Sax-Wettbewerbs statt, der am 28. Oktober begonnen hat. In der Stiftskirche Notre-Dame messen sich dann die besten klassischen Saxophonisten aus aller Welt.

„Sax and the City“

Jederzeit kann man auf den Spuren von Adolphe Sax durch die Stadt spazieren – die Broschüre „Sax and the City“ weist den Weg. Er führt unter anderem zum Adolphe-Sax-Haus mit kleiner Instrumentenausstellung und zum Klangmuseum „Maison de la Pataphonie“.

In Schaukästen auf der Straße hängen Bilder von rund 30 Zeichnern, Karikaturisten und Illustratoren, die den Meister und seine Schöpfung skizziert haben. „Les Vitrines de Monsieur Sax“ sind noch bis Dezember ausgestellt – und vereinen zwei belgische Spezialitäten: den Comic und das Saxophon.

Außerdem läuft in Brüssel noch bis 15. Januar die Ausstellung „Sax200“ im Musikinstrumenten-Museum (http://www.mim.be/sax200-exhibition). Das Haus widmet dem Erfinder des Saxophons, der lange in Brüssel lebte, eine komplette Etage.

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