Brüssel und Antwerpen: Künftig keine Reisen nach Deutschland ohne Quarantäne?

Von Reinhard Boest.

Vom 1. Oktober an könnte es für Einwohner und Besucher der Provinz Antwerpen und der Region Brüssel-Hauptstadt noch schwieriger werden, nach Deutschland zu reisen. Seit beide Gebiete vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiete eingestuft wurden, sind Einreisende von dort verpflichtet, sich bei ihrer Ankunft in Deutschland beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden und eine Quarantäne von zwei Wochen einzuhalten.

Bisher war ein ein negatives Testergebnis noch ausreichend, um die Quarantäne zu vermeiden. Auch wenn die Frist, den Test nicht länger als 48h vor der Einreise gemacht zu haben, gerade bei kurzfristigen oder nach dem Wochenende geplanten Reisen zum Teil schwer einzuhalten sein kann. Ab 1. Oktober soll die Quarantänepflicht in Deutschland aber nun verschärft werden. Darauf haben sich die Bundesregierung und die Länder Ende August geeinigt. Auch ein negativ ausgefallener Test wird nicht mehr ausreichen, um eine Quarantäne vollständig zu vermeiden. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss für fünf Tage in Quarantäne und wird erst dann einen weiteren Test durchführen lassen können. Intensive Kontrollen und empfindliche Bußgelder sind zur Durchsetzung angekündigt. Die Regelung auch alle diejenigen, die unabhängig von einem Urlaub aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen wollen. Kurzaufenthalte von weniger als fünf Tagen sind damit faktisch unmöglich. Ob oder welche Ausnahmen es geben wird, beispielsweise für Dienstreisen, bleibt noch abzuwarten.

Ermutigend ist immerhin, dass das Infektionsgeschehen in Antwerpen inzwischen wieder rückläufig ist und sich die Kurve in Brüssel abflacht. Wenn die Zahl der Neuinfektionen unter 50 pro 100.000 Einwohner über 7 Tage fällt, müsste das RKI beide wieder von der Liste nehmen.

 

Update der Redaktion vom 4. September: Seit Beginn der Woche ist Antwerpen nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts. Brüssel gilt jedoch in der RKI-Übersicht noch immer als Risikogebiet.

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