2030 bin ich 20 Jahre alt

Von Sibylle Schavoir.

Mit ihrer Ausstellung „2030 bin ich 20 Jahre alt“ schaut die Universität Lüttich in die Zukunft: Wie wird unsere Welt im Jahr 2030 aussehen? Unter dem Motto „EXPO 20 ans en 2030“ gibt sie sich futuristisch. Die Ausstellung ist im Lütticher Bahnhof, „Gare Guillemins TGV“ zu sehen, vielleicht bei einem Zwischenstopp auf einer Fahrt in Richtung Aachen? Vor 200 Jahren, am 25. September 1817 wurde die Universität Lüttich gegründet, Anlass genug, diesen Gründungstag zu würdigen. 

Die Schwerpunkte liegen hier auf vier groβen Themen:

Der assistierte Mensch

Der vernetzte Mensch

Der verantwortliche Mensch

Der modifizierte Mensch

Nachstehend ein Leitfaden zu den verschiedenen Themen der Ausstellung:

Das Erreichte

Der Besucher taucht ein in eine andere Welt. Er befindet sich in einer schwarzen Schachtel. Er wird mit Bildern geradezu „bombardiert“, Bilder, die das Genie Mensch zeigen, aber auch Bilder vom schlimmsten Unmenschen.

Die Maschine

Wer sind wir und wohin gehen wir? Ein riesiger Roboter ist von Menschen umringt. Sie zeigen ein widersprüchliches Verhalten. Der Besucher fragt sich: Behält der Mensch seine Freiheit oder wird er von einer Maschine und einer künstlichen Intelligenz zerdrückt?

Das Gehirn

Zentrum des menschlichen Genies. In einem 3D Film wird die Komplexität dieses Organs gezeigt. Ohne Gehirn gäbe es keine wissenschaftlichen und technischen Fortschritte. Anhand von 5 Millionen Jahre alten Schädeln kann der Besucher die Entwicklung des „Urgehirns“, den Erfindungen der Urmenschheit bis hin zur heutigen Zeit verfolgen und stellt fest: Unser Gehirn hat sich immer weiter entwickelt, immer weiter vergröβert. Hat unser Gehirn sein Endziel erreicht?

Die Erfindungen

Dieser Teil der Ausstellung widmet sich den groβen Erfindungen, die unsere Welt verändert haben und stellt deren Erfinder vor. Da Vinci, Mercator, Baekeland, Otlet, Gutenberg, Curie, Menschen, die schon in ihrer Zeit unsere heutige Zeit entwickelt haben. Und dann kommen wir in unserer Zeit an: Internet, elektrisches Auto, Plastik…

Die Ernährung

Die Zahl der Bevölkerung steigt. Wie soll der Mensch künftig ernährt werden? Von Insekten, Algen, Fleischersatz? Wir sehen die neuen Methoden der Nahrungsproduktion: Aquaponie und Hydroponie.

Mobilität

Wie wird der Mensch der Zukunft sich fortbewegen? Mit einem autonomen Auto, vielleicht einem fliegenden Auto? Noch schnellere Züge? Paris-Marseille in 30 Minuten? Weitere Herausforderungen: Die Umweltverschmutzung, die Architektur. Wie und wo sollen die vielen Milliarden Menschen wohnen?

Die Stadt

Die Stadt von morgen wird vernetzt und intelligent gebaut sein. Der Umweltschutz wird stärker berücksichtigt werden, hierzu gehört die Entsorgung von Abfällen und das Reinhalten der Gewässer.

Der Weltraum

In diesem Teil der Ausstellung kann der Besucher den Mars bewundern, sich den Weltraum-Tourismus vorstellen oder das Leben anderer Wesen im Universum „entdecken“.

Die Medizin

Der Mensch der Zukunft wird andere und bessere Ersatzteile erhalten können. Die Ausstellung zeigt das Herstellen von künstlichen Prothesen, künstlichen Organen, autonome Diagnostik, telefonische ärztliche Beratung, das Krankenhauszimmer der Zukunft.

Das Herz

Das Herz ist zwar nur ein Muskel, aber der Mensch hat daraus das Zentrum seiner Gefühlswelt gemacht. In einem 3D Format wird das Herz gezeigt. Wir sehen die medizinischen Fortschritte und stellen uns Fragen: Werden wir morgen noch menschliche Menschen sein? Werden wir alles künstlich ersetzen können? Vom Roboter bis hin zur künstlichen Intelligenz? Das Leben wird ein anderes sein.

Der Wunsch nach Unsterblichkeit

Dieser Teil der Ausstellung widmet sich den gröβten aller Fragen der Menschheit: dem Tod! Der Traum von Unsterblichkeit bleibt er ein Traum oder kann er Wirklichkeit werden? Was würde geschehen, wenn wir unsterblich wären? Unsterblich werden? Befinden wir uns sogar schon an der Schwelle vom Tod des Todes?

Ich werde 20 sein… das ist schon bald. In 13 Jahren sind die Kinder von heute Erwachsene! Die Ausstellung berührt Themen, mit denen wir heute schon leben, andere, die noch weit in der Zukunft liegen. Zum Glück mag da manch einer denken! Für die kommende Generation wird es eine faszinierende Ausstellung sein, die älteren Generationen werden nachdenklich werden. Aber wie auch immer die Reaktionen sein werden: die Themen betreffen uns alle! Die Expo Lüttich „J’aurai 20 ans en 2030“ wird Spuren hinterlassen… Man kann sie bis zum 23. Mai 2018 betrachten.

Info: http://europaexpo.be/europaexpo/index.php

 

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