Zum Vorzeigen: die iDSB

Ministerin4Von Rudolf Wagner.

Hoher Besuch an der internationalen Deutschen Schule in Brüssel: die Schulministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann, informierte sich in Wezembeek-Oppem über die Erfolge, die kleinen und großen Sorgen der Schule und über eine besonders gelungenes schul-, nationen- und fächerübergreifende Projekt „Toleranz!?“ Die Schüler, aber auch Schulleiter Jürgen Langlet nutzten die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen.

Daraus ein Thema: Arbeitsverträge deutscher Dienststellen und Unternehmen für Brüssel wurden noch vor wenigen Jahren auf durchschnittlich viereinhalb Jahre abgeschlossen, heute ist die Verweildauer „in Europa“ auf drei Jahre gesunken. Manche Eltern werden deshalb wegen länderspezifisch unterschiedlicher Schulpolitiken praktisch gezwungen, ihre schulpflichtigen Kinder in Deutschland zu lassen. Auf der anderen Seite stehen beispielsweise rumänische, ungarische oder Kinder aus dem Baltikum, die gern die iDSB besuchen und dort ihr Abitur ablegen möchten, weil sie damit nicht in eine Randgruppe der Europaschulen geraten.

Ministerin3In welcher Situation brauchen wir Toleranz? fragten die Schüler, nachdem sie der Grünen-Politikerin Plakate, Installationen und Computer-Animationen gezeigt hatten. „Würden Sie eine Flüchtlingsfamilie bei sich zuhause aufnehmen?“ Ihr Beruf erlaubt es ihr nicht, sich um diese Menschen zu kümmern – sie ist selten zuhause. Wo gibt es Grenzen der Tleranz? „Wenn die Verfassung ausgehebelt werden könnte!“

An den Besuch der Ministerin wird man sich bei der iDSB gern erinnern. Jeder durfte fragen, jeder bekam eine Antwort. Die Schule hat etwas zu bieten und braucht die „Konkurrenz“ in Brüssel nicht zu fürchten. Dass die deutschen Expat-Schulen sich dennoch verantwortungsvoll ständig neu erfinden müssen, steht auf einem anderen Blatt.

Ergänzende Infos:

http://www.belgieninfo.net/toleranz-die-idsb-zum-tag-der-menschenrechte/

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