Zum Tod von Werner Wobbe

Zwischenablage03Der langjährige Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Brüssel und freundschaftliche Beobachter von Belgieninfo, Werner Wobbe, wurde am 18. Februar 2016 im Alter von 67 Jahren jäh aus dem Leben gerissen. Er wird am 17. März in Berlin beerdigt.

Wobbe und Thielemans

Werner Wobbe war eine in der deutschsprachigen Gesellschaft Brüssels bekannte und sehr geschätzte Persönlichkeit. Von 1999 bis 2011 war er Vorsitzender des Brüsseler Ortsvereins, der größten Auslandsorganisation der SPD. In seiner langen Amtszeit hat er einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und Stabilisierung des Ortsvereins geleistet und eine ganze Epoche durch seinen Einsatz geprägt. Durch seine vielfältigen Kontakte hat er dazu beigetragen, dass deutsche Sozialdemokraten in Brüssel an Präsenz und Profil gewonnen haben. So hat es seine Bekanntschaft mit dem damaligen Bürgermeister von Brüssel, Freddy Thielemans, möglich gemacht, eine Gedenkplakette zur Erinnerung an das dreijährige Exil von Karl Marx in Brüssel zu stiften. Im Jahr 2006 wurde sie gegen anfängliche Widerstände an der Fassade des heutigen Maison du Cygne auf der Brüsseler Grand-Place angebracht.

Wobbe war 38 Jahre Beamter der Europäischen Kommission, u. a. in den Bereichen Forschung und Wissenschaft. Er war stolz darauf, mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung im Zweiten Bildungsweg ein Soziologiestudium absolviert zu haben. Er betrachtete diese Öffnung der universitären Ausbildung als besondere sozialdemokratische Errungenschaft. Er war überzeugter Europäer und dies nicht nur aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit.

Werner Wobbe war ein überzeugter und engagierter Sozialdemokrat. Es war ihm sehr daran gelegen, dass die europäische Politik in seiner Partei einen höheren Stellenwert erhält. Nach seiner Überzeugung sollte der im Ortsverein Brüssel konzentrierte Sachverstand in der SPD insgesamt besser genutzt werden. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Özgür Öner zeigte sich vom Tod Wobbes tief betroffen. „Werner war mein Vorgänger, und ich habe viel von ihm gelernt“, sagte er. „Er war ein echter Freund, den ich nie vergessen werde.“

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