Und dann die Hände zum Himmel…

karne1Von Miriam Thabea Pankarz.

Wenn dat Trömmelche jeht, die Karawane vorbeizieht und die Löcher aus dem Käse fliegen, dann hat die fünfte Jahreszeit begonnen und sogar Brüssel feiert mit. Die Landesvertretung NRW lud zur alljährlichen Polonaise-Runde ein und die Brüsseler Expats kamen zahlreich und waren bereit, sich und die Welt auf den Kopf zu stellen. 

Es gab leckeres Kölsch vom Fass, der Titel schlechtester DJ der Welt wurde zum Glück nicht vergeben und somit schunkelten alle fleißig. Die Kostüme waren kreativ, so wie man es von wahren Jecken gewohnt ist. Die Stimmung war heiter, das Essen deftig und die Veranstalter schienen durchweg zufrieden. Gefeiert wurden in zwei Räumen, obwohl der kleinere Raum sowohl von der Akustik, als auch zur fortgeschrittenen Stunde von der Belüftung her der eindeutig bessere Aufenthaltsort war.

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Viel Schönes zum Angucken

Leider gab es keine Kostümprämierung, obwohl es wahrlich viel Schönes im Publikum zu sehen gab! Überaus viele Jecke kamen in dem Verkleidungsklassiker Pirat. Die zahlreichen Freibeuter hätten durchaus gemeinsam die Party entern können. Die Damenwelt griff überwiegend zur farbigen Perücke, aber Pink stellte in diesem Jahr wohl die beliebteste Farbe dar. Pretty in Pink halt. Bei einem Spiderman, der wirklich den kompletten Abend mit Gesichtsmaske herumlief, war es fraglich, ob der Arme überhaupt ein Schlückchen von dem leckeren Bierchen kosten konnte?! Die Jägerin jagte den Elch. Rotkäppchen trug den Wolf als Handschuh die ganze Zeit bei sich und der Mann mit der flotten Fokuhila-Perücke hatte sich einen traumhaften lila Trainingsanzug ausgesucht.

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Unter den Gästen war auch ein Jeck in einem schicken OP-Hemd, der den ganzen Abend auf Krücken durch die Gegend humpelte und geübt sein Gipsbein zum Takt der Musik in die Luft warf. Hier besteht die berechtige Frage, ob der Gips wohl echt war?! Besonders amüsant war ein bärtiger, etwas beleibter Jeck, der in einem geschmackvollen Lara-Croft-Outfit gemeinsam mit der fröhlichen Feiergemeinde lauthals das „Lasso rausholte“ und zum „Cowboy und Indianer spielen“ einlud.

Ich habe mich persönlich gut eingetanzt und werde mich in den nächsten Wochen noch mal gemeinsam mit dem „roten Pferd“ umdrehen und „die Hände zum Himmel“ werfen. Alaaf und Helau!!!!

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