Till Eulenspiegel und die N-VA

Carles Puigdemont, der abgesetzte, aber frisch gewählte Möchtegern-Regierungschef aus Katalonien mit Aufenthalt in Belgien, der unter spanischem Haftbefehl steht, soll nach dem Wunsch von flämischen Nationalisten im regionalen Parlament Flanderns das Wort ergreifen. Sollen jetzt mit Haftbefehl gesuchte Straftäter z.B. aus Spanien, die sich nicht nach Hause trauen, in Belgien ihre Gesetzesverstöße öffentlich rechtfertigen dürfen? Oder braucht die N-VA einen Strohmann, der ihre Abspaltungsgelüste mit seinem Einsatz als auswärtiger Mini-Demagoge im Gespräch hält? Herr P. will kein Asyl, sondern Katalonien extern aus Belgien regieren. Geht’s noch? Schluss mit dem Affentheater!

Ein Kommentar

  1. Alfons Van Compernolle schreibt:

    Nun, dass die NVA zu derartigen Aktionen neigt ist uns hier in Vlaanderen nicht unbekannt.
    Das die NVA auch jetzt noch durch Abspaltung von Vlaanderen, den Belgischen Staat zerschlagen moechte, ist wohl auch kein Geheimnis, wenn die NVA auch selber laufend indirekt anderes bekundet. Es liegt an uns Belgier ob wir diesen den Belgischen Staat gefaehrdenden Akt einer „Republik Vlaanderen“ zulassen oder ob wir der NVA bei den kommenden Wahlen, den ihr zukommende Danksagung durch „Abwahl“ stoppen. Ich wuerde Puigdemont nicht als Straftaeter sehen, denn immer’hin wurde er demokratrisch gewaehlt und durch einen in meinen Augen zweifelhaften Haftbefehl zur Flucht getrieben. Auf der anderen Seite hat Puigdemont nur Ausgerufen, wozu er ein Waehlervotum hatte, was verstaendlicherweise in Madrid anders gesehen wird, aber ein Verbrecher ist er deshalb noch lange nicht!
    Das er nun aber in Bruessel seinen erneuten Amtseid ablegen moechte, halte ich fuer einen schlechten Scherz auch von seiten der NVA !

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