„Tag der jüdischen Kultur“ in Brüssel

femmejudaisme2Das jüdische Museum in Brüssel, das wegen eines Terroranschlags fast fünf Monate lang geschlossen war, wird am 14. September wiedereröffnet – genau an dem Sonntag, an dem europaweit der „Tag der jüdischen Kultur“ abgehalten wird. In Europas Haupstadt werden zahlreiche religiöse und kulturelle Stätten zu besichtigen sein, die der Öffentlichkeit im übrigen Jahr kaum oder nicht zugänglich sind.

Am 24. Mai erschoss ein Scharfschütze im Eingangsbereich des jüdischen Museums an der Rue des Minimes/ Miniemenstraat 21 vier Menschen: ein israelisches Ehepaar, eine französische Praktikantin und einen Museumsangestellten. Der mutmaßliche Täter wurde in Frankreich aufgegriffen und mittlerweile nach Belgien ausgeliefert, wo er auf seinen Prozess wartet.

Am Sonntag, dem 14. September, wird das Museum um 12 Uhr festlich von seinem Direktor Philippe Blondin wiedereröffnet. Es wurde mit massiven Sicherheitsanlagen ausgerüstet. Am gleichen Tag werden dort mehrere Ausstellungen eröffnet, die unter dem Motto des diesjährigen Tags der jüdischen Kultur stehen: „Die Frau im Judaismus“.

Weiter wird aus Anlass des Tages der jüdischen Kultur eine Wanderung zu den Synagogen Klimnik, Beth Israel und der Großen Synagoge organisiert. Beginn: 11 Uhr. Um 14 Uhr beginnen Führungen durch die Große Synagoge und durchs Museum. Um 15 Uhr kann man sich einer Führung durch den jüdischen Friedhof Dieweg in der Gemeinde Uccle anschließen, das Motto lautet „Das Schicksal jüdischer Frauen“.

Von 11 bis 17 Uhr werden durchgehend (gratis) Führungen durch die Synagoge Beth Israel und das Memorial der jüdischen Märtyrer in Anderlecht angeboten. Diese Synagogen sind der Öffentlichkeit selten oder nie zugänglich. Und eine besondere Zugabe ist die Büchermesse, die den ganzen Sonntag lang im Jüdischen Museum stattfindet.

Alle Informationen: Musée Juif de Belgique, Rue des Minimes 21, Tel. 02 512 19 63, info@mjb-jmb.org oder www.new.mjb-jmb.org.
Zum Vormerken: Am 28. September um 15 Uhr wird im Jüdischen Museum die Oper „Mère des Guerres“ des Komponisen Robert Janssens aufgeführt. Info ebenfalls auf der o.g. Website.

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