Staycation: Spannende Aktivitäten abseits von Stränden und Wanderwegen

Von Franziska Annerl.

Der Sommer in Belgien zeigt sich mit Temperaturen über 30 Grad gerade von seiner besten Seite. Wer keine Lust hat, sich an den belgischen Stränden zu drängeln, und wem es zum Wandern zu heiß ist, kann noch genug Anderes erleben.

In Brüssel

Die Stadt Brüssel hat ihre Sommeraktivitäten angepasst: Sie will nicht nur den Daheimgebliebenen den Sommer verschönern, sondern auch von der Coronakrise besonders betroffene Sektoren wie Kultur und Gastronomie unterstützen. Unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen finden an verschiedenen Orten in der Hauptstadt viele Aktivitäten für jeden Geschmack statt. Den ganzen August können im Rahmen von „Hello Summer“ kostenlose Veranstaltungen im Brüsseler Zentrum sowie in den Vierteln Neder-Over-Heembeek, Laeken, Ambiorix, Annessens und Marolles besucht werden. Coronabedingt ist (bis auf wenige Ausnahmen, z.B. Sport) eine Anmeldung im Vorfeld und Maskentragen Pflicht. Auch sonst ist alles ein bisschen anders als sonst: Bei den immer von Donnerstag bis Sonntag angebotenen Konzerten und DJ-Darbietungen darf nur zugehört, aber nicht getanzt werden. Jeden Mittwochabend können auf dem Rasen vor dem Haus der Europäischen Geschichte im Parc Léopold maximal 90 Zuschauer unter freiem Himmel Filme europäischer Regisseure anschauen.

In Belgien, außerhalb der Hauptstadt

Ein tolles Kultur- und Unterhaltungsprogramm, nicht weit weg von Brüssel, bietet das ehemalige Zisterzienserkloster von Villers-la-Ville: Es ist bekannt für seine jährlich – auch 2020 – am letzten Augustwochenende abgehaltenen Konzertnächte „Nuit de Choeurs“ unter den Sternen. Aber auch darüberhinaus gibt es dort einiges zu hören, zu sehen und zu erleben. Konzerte, Workshops im Klostergarten oder Spiele für Groß und Klein versprechen eine abwechslungsreiche Sommerzeit. Auch hier gilt: Reservierung und Maskenpflicht bitte einhalten. Sucht man eher die Ruhe und Beschaulichkeit, kann auch das 1146 gegründete Kloster besichtigt oder ein Meditationspfad beschritten werden.

Wer gerne ein bisschen weiter weg möchte, dem bietet die „kleinste Stadt der Welt“ ein ideales Ziel: Durbuy in den belgischen Ardennen eignet sich sehr für ein entspanntes Wochenende. Normalerweise tummeln sich die Touristen in den kleinen, mittelalterlichen Gässchen, doch heuer ist es etwas ruhiger. Das sonst sehr volle, kulturelle Programm ist coronabedingt leider etwas geschrumpft, aber der geführte Rundgang durch die historische und gastronomische Altstadt wird im August noch jeden Samstag angeboten. Durbuy ist nämlich nicht nur für sein imposantes Schloss bekannt, sondern auch für seine regionalen Spezialitäten wie Bier, Käse oder Schokolade.

Und was passt besser in diesen Corona-Sommer als ein Besuch im Freiluftmuseum? Das Lütticher Museum Sart Tilman hat für die heißen Monate seine Karte und Broschüre für thematische Rundgänge aktualisiert. Die Sammlung umfasst 120 Werke an Skulpturen und Malerei, von denen 100 im Freien ausgestellt sind. Bei der „Must-see“-Führung entdecken die Besucher die Hauptwerke der Sammlung, vom ältesten Werk „The Mad Virgin“ (1912) von Rik Wouters bis zur emblematischen Skulptur „Mort de l’automobile“ (1980) des Lütticher Künstlers Fernand Flausch. Weitere Rundgänge zeigen die Beziehung der Kunstwerke mit der Landschaft, in der sie stehen. Das Museum ist jeden Tag rund um die Uhr bei freiem Eintritt geöffnet – ideal also auch für laue Sommernächte.

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