Schafe statt Maschinen

Von Sibylle Schavoir.

Auf dem früheren Schuttabladeplatz in Morialmé (Florennes), heute grünes Weideland, grasen 13 Schafe, die der belgischen Rasse der Mergelland angehören. Die asbl Lüttich, praktiziert seit 15 Jahren umweltfreundliches Abgrasen von Weideland. Die Organisation besitzt 200 Schafe, die sie in der Umgebung von Lüttich dort einsetzt, da, wo die robusten Tiere grasen können.

Border Collie Hunde werden trainiert und dann zum Schafehüten eingesetzt, auch gibt es eine kostenlose Ausbildung, um Schäfer zu werden . „In Holland und Frankreich wird das ökologische Abgrasen von Weideland schon lange praktiziert. In Belgien ist diese Vorgehensweise nicht sehr verbreitet, setzt sich aber immer besser durch, da die Anwendung von phytosanitären Produkten allmählich untersagt wird“.

Die Mergelland-Schafe sind genügsame Tiere. Dreimal in der Woche kommt der Schäfer mit seinem Hund vorbei, um bei der Herde nach dem Rechten zu sehen und sie zu tränken. Ein kurz aufeinander folgendes Pfeifen, schon eilt der Border Collie herbei, treibt die Herde zusammen und bringt sie pflichtbewusst zu seinem Herrchen.

Das ökologische Abgrasen hat gegenüber dem mechanischen Mähen sehr viele Vorteile. Schon die finanzielle Seite ist interessant: „Rosa Canina“ erhält für die „Arbeit“ ihrer Schafe für die Saison vom 1. Juli bis 15. Oktober 2017 eine Summe von 2.900 Euro. Für denselben Zeitraum kostete das maschinelle Mähen im vergangenen Jahr 6.000 Euro. Ein weiterer positiver Aspekt ist, daβ die Schafe auch dort grasen können, wo eine Mähmaschine nicht hinkommt – auf schräge Hänge oder in verwinkelte Ecken. Auch haben die Tiere das ideale Gewicht für den Erhalt eines gesunden Bodens. Sie zerstampfen die Erde nicht, sondern „mähen“ mit ihren Mäulern das Gras auf so sanfte Art, daβ sie auf diese Weise dazu beitragen, die biologische Vielfalt der Gegend zu erhalten.

Tags: öko, Schafe

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