Reynders will Kosten sparen

Capture d’écran 2014-06-22 à 12.25.50Belgien legt seine diplomatischen Außenvertretungen mit denen der Niederlande und Luxemburgs zusammen. Das kündigte der belgische Außenminister Didier Reynders auf dem Neujahrsempfang von Journalisten im Brüsseler Egmont-Palast an.

Der Grund: Kosteneinsparungen (keine Personaleinsparungen), weil die drei Länder in bestimmten Ländern (z. B. den baltischen Staaten) dasselbe Botschaftsgebäude nutzen können. Damit folgt Belgien dem Beispiel Skandinaviens und macht der EU im Kleinen vor, was sie auf die Beine stellen soll: einen europäischen Auswärtigen Dienst wie von den EU-Regierungen am 26. Juli 2010 beschlossen.

115 Auslandsvertretungen hat das Königreich, eine natürlich in Berlin. Die sei aber nicht betroffen, versicherte Reynders gegenüber Belgieninfo. Der liberale Politiker versteht sich gut mit seinem deutschen Kollegen, Guido Westerwelle. Auf unsere Frage, was denn eigentlich der Unterschied zwischen dem deutschen und belgischen Liberalismus sei, antwortete der Minister schlagfertig und lächelnd, „Die Zahlen“, auf die Umfragewerte der FDP anspielend.

Humorvoll und verklausuliert, aber in der Sache deutlich, äußerte sich Reynders zur Dépardieu-Affäre: „Jeder ist in Belgien willkommen, egal ob er einen französischen oder russischen Pass hat.“ Und schließlich fahre der Thalys in beide Richtungen.

 

Autor: Rainer Lütkehus

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