Rentrée-Konzert diesmal „very british“

Von Reinhard Boest.

Brexit oder nicht Brexit, wann und wie Brexit: diese Fragen halten seit inzwischen gefühlten Ewigkeiten die Politik in Brüssel von anderen wichtigen Aufgaben ab. Am 18. September gab es im Wolubilis Gelegenheit, Britain einmal entspannt zu genießen.

Auf Einladung des Informationsbüros Mecklenburg-Vorpommern kommt die Neubrandenburger Philharmonie mit ihrem traditionellen „Rentrée-Konzert“ seit 25 Jahren nach Brüssel und überrascht ihr Publikum immer wieder mit einem ausgefallenen Programm. Diesmal hatte das Orchester – reiner Zufall – das Motto „very british“ gewählt. Ein Programm wie bei „Last Night of the Proms“ – es fehlten nur die in der Royal Albert Hall üblichen Fahnen im Publikum. Die Begeisterung im gut gefüllten Saal konnte allerdings locker mithalten.

Geboten wurde ein bunter Strauß von Stücken, die man (nicht nur musikalisch) mit der Insel verbindet: dazu gehörten Melodien aus den bekanntesten James Bond-Filmen, ein Medley aus den Top-Hits der Beatles, dazu Konzertstücke von Williams, Holst, Wood und Coates. Höhepunkte waren Ausschnitte aus Loewes „My Fair Lady“ und Webbers „Phantom of the Opera“: die Sopranistin Katharina Baumgarten und der Tenor Michael Ha begeisterten als Eliza Doolittle, Professor Higgins, Christine und Phantom. Das Orchester spielte wie immer mitreißend, erstmals in Brüssel unter der Leitung des erst 25 Jahre alten zweiten Kapellmeisters Hankyeol Yoon.

Wie es sich für ein britisches Promenadenkonzert gehört, stand am Ende Elgars „Pomp and Circumstance“. Und wie bei den Konzerten der Neubrandenburger in Brüssel üblich, forderte das Publikum stürmisch eine Zugabe – die es natürlich auch bekam: „Rule Britannia“ – what else…

Der Termin für das Konzert 2020 ist in Planung: voraussichtlich am 8. September wird es als Teil des Kulturprogramms zum Gelingen der deutschen Ratspräsidentschaft beitragen – und wieder ein wunderbarer Botschafter des Landes Mecklenburg-Vorpommern sein.

(Red. Der Autor dieses Beitrages, Dr. Reinhard Boest, wird sein Amt als Direktor des Informationsbüros des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EU zum Jahresende aufgeben. Auch er wurde vom Publikum mit herzlichem Beifall gefeiert, was wir ale Zeichen deuten, dass sich unser Freund Reinhard nicht wirklich in den Ruhestand begeben wird. Dann also auf weitere gute Zusammenarbeit!)

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