Nach Ostern

Der Dichter Horaz, der überhaupt nichts mit Belgien zu tun hat, betrachtete sich als einen glücklichen Menschen, „solange nicht eine ständig triefende Nase stört.“ Ha! Da haben wir ihn ja schon bei der Corona-Krise, die uns im Haus festnagelt, solange wir keine Ausgangs-Begründung vorbringen können. Wie gut hatte es der alte Goethe, der bei seinem Osterspaziergang an die frische Luft durfte („Jeder sonnt sich heute so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn!“) und nicht einmal eine Gesichtsmaske umschnallen musste! Heute gehört das zum „déconfinement“. Noch viel wichtiger, da sind sich alle Virologen einig, wäre der Abstand zwischen Spaziergängern, 1,5 Meter wenigstens. Beim Hausarrest („confinément“) muss das aber nicht mehr sein. Die Süddeutsche Zeitung überschrieb gerade einen Osterbeitrag „Ein Orgasmus stärkt das Immunsystem“. Covid-19 kann also auch von Vorteil sein.

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