„Licht für die Welt“ im Freizeitpark Walibi

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In dem großen Freizeitpark Walibi vergnügen sich Jung und Alt. Der Name Walibi steht übrigens für die drei wallonischen Gemeinden Wavre (Wa), Limal (Li) und Bierges (Bi). Unzählige Attraktionen sorgen hier für Spaß und gute Laune. Walibi ist der „Super-Mega-Hit“ für die Jugend während der großen und kleinen Schulferien. In diesem Jahr will Walibi neben all den Vergnügungen noch etwas anderes ins Programm bringen, nämlich „Licht für die Welt“. 

Mit dieser Aktion unterstützt Walibi eine belgische ONG  (nichtstaatliche Organisation), die sich um medizinische Hilfe für blinde Menschen in Afrika bemüht. Doch was birgt der Begriff „Licht für die Welt“? Licht bedeutet Helligkeit. Licht kann nur der Mensch begreifen, der sehen kann. Blinde Menschen, die in der Dunkelheit leben, wissen nicht, was Licht ist. Die ONG „Licht für die Welt“ will Blinden in Afrika helfen, ihr Augenlicht zu bewahren oder wieder zu bekommen. Alle 5 Sekunden verliert in Afrika ein Mensch sein Augenlicht. Alle 60 Sekunden betrifft dies ein Kind.

Warum so viele Menschen in Afrika erblinden beruht auf vielerlei Gründen: mangelnde hygienische Verhältnisse, fehlende Pflege, Mangel an Medikamenten. 80% der erblindeten Menschen könnten ihr Augenlicht wieder erlangen, würden sie entsprechende medizinische Hilfe bekommen.

Walibi für den guten Zweck „blind“ erkunden

In Zusammenarbeit mit Walibi will die belgische ONG „Licht für die Welt“ eine noch nie dagewesene Hilfsaktion für Menschen in Afrika starten. 20.000 sogenannte „masques de nuit“ (Nachtmasken) werden zum Verkauf im Freizeitpark angeboten. Der Besucher kann eine solche Maske zum Preis von zwei Euro erwerben. Sinn und Ziel dieser Kampagne ist es, den Besuchern, darunter natürlich viele Kinder und Jugendliche, auf fast „spielerische“ Weise zu zeigen, was Blindsein für die erkrankten Menschen bedeutet. Denn setzt man sich diese Nachtmaske auf, so zeigt sich die Welt nur noch verdunkelt. Beim Kauf der Maske erhält der Besucher einen Flyer, der ihn über den Sinn dieser Aktion aufklärt.

Früher gab es bei den Kindern das Spiel „Blinde Kuh, ich führe dich“, mancher Leser wird sich daran erinnern. Vielleicht kennt die ONG dieses Spiel und kam so auf die Idee der Nachtmaske. Denn junge Menschen zu sensibilisieren, ihnen zu zeigen, unter welchen Bedingungen andere Menschen auf dieser Erde leben müssen, bedarf eines besonderen Einfühlungsvermögens. Spiel und Spaß soll den Besuchern von Walibi ja nicht genommen werden. Aber das Spaß auch mit Ernst verbunden werden kann, das will die Aktion „Licht für die Welt“ zeigen.

Den gesamten Erlös der Aktion erhält dann die ONG. Diese sorgt für das Weiterleiten an die Demokratische Republik Kongo, an die Republik Rwanda und Tansania. In diesen Ländern hat die ONG „Licht für die Welt“ bereits sechs Augenkliniken errichtet. Eine siebente soll aufgebaut werden. So will man erreichen, dass jeder Bewohner dieser drei Länder Zugang zu der so dringend notwendigen Pflege und Vorsorge haben kann.

Um diese besondere Aktion zwischen Walibi und „Licht für die Welt“ zu feiern, werden am 18. Juni 2015 zwei belgische bekannte Persönlichkeiten diese Maske in Walibi tragen. Wer mag das wohl sein? Noch weiß dies nur das Känguru von Walibi (das am Eingang des Vergnügungsparks den Besucher begrüßt) und das verrät uns nichts….

Sibylle Schavoir

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