Junge Ostbelgier(innen) spielen sich in die Herzen der Brüsseler

Pünktlich zum Nikolausfest hatte die Deutschsprachige Gemeinschaft ihre Landsleute und Freunde Ostbelgiens zu einem Nikolauskonzert in ihre Brüsseler Vertretung geladen. Und wesentlich mehr Personen als gedacht kamen, und das an einem sehr geschäftigen Samstagnachmittag, an dem zeitgleich viele Weihnachtsmärkte lockten.

BX1-3

Ein Duft von Glühwein, Weihnachtsgebäck, sowie eine frohe und sehr besinnliche Adventsstimmung lag über dem Vandevelde Haus, als am Nachmittag die jungen Schüler und Schülerinnen sowie Mitglieder des Lehrkörpers der Musikakademie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens ein Konzert bestritten, das alle Anwesenden mitriss und auf das kommende Weihnachtsfest einstimmte.

Mit dem Nikolauskonzert knüpfte die DG an ihre erfolgreiche Premiere des Vorjahres an. Dennoch war in diesem Jahr alles ein wenig anders. „Am Freitagabend verstarb Königin Fabiola im Alter von 86 Jahren,“ so Alexander Homann, Leiter der Brüsseler DG-Vertretung in seiner kurzen Begrüßungsansprache. Groß sei ihre Liebe zur Musik gewesen, Schirmherrin des Königin Elisabeth Wettbewerbs sei sie gewesen. „In einer Schweigeminute wollen wir ihr alle gedenken.“

logo

Ergriffen, ob Landsleute, Deutsche…. sie alle gedachten und verbeugten sie sich vor einer großen Königin. Ergriffen waren sie ebenso, als die Schüler der Musikakademie zum Gedenken an Königin Fabiola die „Brabanconne“, Ostbelgiens Nationalhymne, intonierten.

Mit Georg Friedrich Telemanns (1681-1767) Sonate G-Dur für Querflöte und Violine startete sodann das einstündige Nikolauskonzert mit Hans-Georg Reinertz, Direktor der Musikakademie (Querflöte) sowie Payambé Reynes (Violine). Weiter ging´s im Programm, durch das Reinertz mit viel Information über die Kompositionen führte, mit der erst fünfzehnjährigen Elpis Pahl, die mit Ludwig van Beethovens populärem Klavierstück „Für Elise“ einen nimmer enden wollenden Beifall erhielt.

Viel Applaus

Eine Kostprobe ihres großen Könnens gaben sodann Jérome Kisser und Payambé Reyes, Violine, die Karin Mia Marins (1980) Komposition „Nora’s Christening Waltz“ professionell interpretierten. Dass Popmusik neben Klassik, Volksmusik, etc. ebenso zum Repertoire der ostbelgischen Musikakademie gehört, unterstrich die blutjunge Elpis Pahl am Klavier mit „Kiss the rain“. Ein weiterer Programmhöhepunkt, eine wahre Musik zum Träumen, interpretierten Jérome Kisser (Violine) Juliette Lamberzt (Violine) sowie Gregory Lentz (Cello) mit Andreas Erhardts (1823-1884) „Scherzo aus dem Streichtrio“, das die Zuhörer zu so viel Applaus hinriss, dass die jungen Schüler und Schülerinnen der Musikakademie an einer Zugabe nicht vorbeikamen, die sie sodann mit viel musikalischer Leidenschaft, Freude und großer Bescheidenheit, intonierten.

„Das war ein wahres Erlebnis, mit ihrer Musik haben uns die Schüler aus Ostbelgien so viel Freude bereitet“, so eine deutsche EU-Beamtin, die sich bei den Interpreten sowie dem Brüsseler Leiter der DG mehrfach für das wunderbare (musikalische) Nikolausgeschenk bedankte.

Heide Newson

Tags: Musik

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.