Immobilien und Corona: Fallen die Preise?

Von Christine Seeber.

Die Coronakrise hat alle und alles fest im Griff! Kein Lebensbereich ist vor ihr sicher. Nach der rasanten Talfahrt der Aktienmärkte und des Ölpreises stellt sich die Frage, wie die Immobilien davon betroffen sein werden.

Die beruhigende Antwort zuerst: Bis jetzt scheint es kaum gravierende Auswirkungen zu geben. Glaubt man den Berechnungen der belgischen Nationalbank, so war das Preisniveau von Wohnimmobilien in Belgien vor der Krise um ca.  6,5 % überhöht. Eine leichte Anpassung nach unten könnte daher zu einem höheren Marktgleichgewicht führen. Immobilienbanken gehen aber nur von einer leichten Preisreduktion von ca. 2% aus, da durch Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit insgesamt die Haushaltseinkommen sinken dürften und der Wohnungs– und Hauskauf verschoben werden muss.

Angebotsseitig dürfte es aber auch zu einer Drosselung kommen. Insbesondere Projekte, die bei der Bauplanung von steigenden Immobilienpreisen ausgingen, werden sich nun nicht entsprechend realisieren lassen und müssen wohl in die Zukunft verschoben werden.

Schon jetzt haben Immobilienplattformen wie Immoweb nach Aussagen von CEO Valentin Cogels einen Rückgang um ca. ein Drittel bei den Suchanfragen verzeichnen. Potenzielle Käufer sondieren den Markt nicht mehr in der Intensität wie vorher. Diejenigen, die wirklich bald kaufen wollen, sind nach wie vor präsent und kaufwillig. Wohnungen und Häuser mit Garten und Terrassen sind vermehrt gefragt. Das erklärt sich wohl aus den persönlichen Erfahrungen der „häuslichen“ Quarantäne, die mitunter recht beengt sein kann.

Bei den Gewerbeimmobilien hingegen scheinen sich größere Verwerfungen anzubahnen. Genaueres lässt sich nicht vorhersagen, da niemand weiß, wie schnell das Hochfahren der Wirtschaft tatsächlich funktionieren wird. Die staatlichen Hilfsprogramme und die Steuer- und Kreditstundungen federn sicher einiges Ungemach ab.

In Belgien ist aktuell die Besichtigungen von Immobilien zu Verkaufs– und Vermietungszwecken verboten. Sobald diese Beschränkung aufgehoben wird, dürfte der Sektor schnell wieder in die Gänge kommen, da es nach wie vor eine große Nachfrage gibt und Investoren die Sicherheit und „Dinglichkeit“ einer Immobilie vermehrt schätzen gelernt haben. Es ist und bleibt eine „Insel der Ruhe und Sicherheit“ in den Stürmen, die um uns herum toben!

 

Weitere Informationen gibt Ihnen gern unsere Immobilienexpertin Christine Seeber http://yourwayimmo.com/

Ein Kommentar

  1. Interessant, dass Experten von nur 2% bezüglich des Sinkens der Kaufpreise ausgehen. Das ist in Hamburg wahrscheinlich ähnlich. Wir kümmern uns gerade um unsere Baufinanzierung und sind uns unsicher, ob wir jetzt schon zuschlagen sollen.

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