Immobilien in Belgien: Eine lukrative Investition?

Von Christine Seeber.

Gerade in Zeiten von historisch niedrigen Zinsen auf Spareinlagen sucht man nach alternativen Anlageformen. „Immobilien sind eine sichere und profitable Investition!“, sagen viele. Das ist zwar ortsabhängig, gilt aber bestimmt für Brüssel und Umgebung. Mit dem Euro, der Osterweiterung und der vertieften europäischen Integration wurde die Inflation gedrückt und das Wirtschaftswachstum insbesondere anfänglich angeregt.

Die weltweite Krise, die im Jahr 2008 ihren Anfang nahm, hat aber auch unser wirtschaftliches Gefüge (unsere „heile Welt“) an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Die damals von der Europäischen Zentralbank eingeleitete Niedrigzinspolitik führt noch immer dazu, dass auf Spareinlagen fast keine Zinsen von den Banken bezahlt werden.

Wir reden hier von Renditen von ca. 0,1 % pro Jahr, bei einer Inflationsrate, die wieder auf ca. 1,8 % p.a. geklettert ist. Da ist es leicht auszurechnen, dass man täglich Geld verliert, wenn man es der Bank anvertraut. Ähnliches gilt für Staatsschuldverschreibungen, die von „sicheren“ Staaten wie beispielsweise Deutschland, Österreich oder den Niederlanden ausgegeben werden. Auch hier macht man Verluste. Natürlich könnte man sagen: „Ja, aber ich bin mir wenigstens sicher, dass ich mein Geld wieder zurückbekomme, wenn auch im Wert gemindert.“ Stimmt (meist), aber gibt es keine ähnlich sicheren anderen Möglichkeiten?

Brüssel mit wachsender Nachfrage

Doch, die gibt es! Schauen wir uns den Brüsseler Immobilienmarkt an. Natürlich gilt ähnliches für ganz Belgien – mit lokalen und regionalen Besonderheiten. Dieser Immobilienmarkt zeichnet sich durch eine stetig wachsende Nachfrage, aber auch ein stetig wachsendes Angebot aus. Er ist sehr dynamisch und der Brexit scheint ihm bis dato nichts anhaben zu können. Das Angebot wird qualitativ hochwertiger und es kommen stets neue Objekte dazu. Durch die vielen internationalen Organisationen in Brüssel mit ihren Tausenden MitarbeiterInnen, deren Familien und den ihnen folgenden Firmen und sonstigen Organisationen hat man eine kaufkräftige Nachfrage, die in guten Lagen die Preise ganz schön in die Höhe treibt. Die letzten Jahre haben auch gezeigt, dass aufgrund der deplorablen Verkehrssituation in Brüssel die Lage des Objektes immer wichtiger wird. Die Nähe zu den EU-Institutionen und den Schulen sind zentrale Faktoren, die in die Preise einfließen.

Zunehmend werden auch Altbestände renoviert und auf den Stand der Zeit gebracht. Die Gemeinden fördern sehr oft die thermische Sanierung. Durch die verpflichtenden Energieausweise (PEB) der Immobilien kann man sich als Käufer oder Mieter ein klares Bild machen und zukünftige Betriebskosten, insbesondere Heizungskosten, abschätzen. Noch immer wird viel Altbestand abgerissen und neu und hoch aufgebaut. Dadurch wird auch das Angebot grösser, sodass man nicht von einem reinen Verkäufer- oder Vermietermarkt in Brüssel reden kann. Das trifft nur für sehr spezielle Viertel und Immobilien zu. Diese muss man allerdings erst finden und sie sind meist nur durch einschlägige Beratung ausmachbar.

Insgesamt kann aber von langfristigen und stetigen Wertsteigerungen bei allen Wohnimmobilien ausgegangen werden, die weit über den von den Banken bezahlten Zinsen liegen.

Im 2. Teil sehen wir uns an, welche Renditen Wohnimmobilen in Brüssel und Umgebung bringen.

Christine Seeber ist Immobilienmaklerin.

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