„Ich habe mich dem Bildungswesen verschrieben“

Zum neuen Schuljahr hat Bettina Biste die Leitung der Internationalen Deutschen Schule Brüssel von Jürgen Langlet übernommen und sich bereits gut eingelebt. Was hat „die Neue“ bisher gemacht?

Ich bin in Kanada geboren und erst zum Schulstart mit meinen Eltern nach Ahrensburg bei Hamburg gekommen. Nach meinem Abitur, einem Freiwilligen Sozialen Jahr und einem Studienaufenthalt in Spanien habe ich eine Friseurlehre absolviert. Seitdem habe ich mich dem Bildungswesen verschrieben: Ich habe Lehramt für Berufliche Schulen studiert, war dann als Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin an Berufsschulen tätig und leitete von 2009 bis zum Sommer 2017 die Berufliche Schule Uferstraße in Hamburg. Nebenbei habe ich immer wieder als Dozentin für Erziehungswissenschaften gearbeitet. Und jetzt Brüssel und die iDSB – für mich passt das perfekt.

Belgieninfo: Was für ein spannender Lebenslauf! Was hat Sie an dem Schritt ins Ausland – und insbesondere an die iDSB – gereizt?

Bettina Biste: Durch meine frühe Kindheit im dreisprachigen Kanada habe ich gelernt, nicht nur einen Ort als Heimat anzusehen. Auch meine Zeit in Spanien zeigte mir, dass Veränderungen große Chancen im Sinne von lohnenden Erfahrungen und positiven Entwicklungen bergen. Richtig konkret wurden meine Auslandspläne aber erst, als ich beim 30jährigen Abiturjubiläum meine Jugendliebe – und jetzigen Mann – wiedergetroffen habe. Auch er hatte Lust auf Neues und der Job an der iDSB kam wie gerufen:

Mich reizt die berufliche Veränderung und die iDSB fühlte sich mit ihrer familiären, offenen und beweglichen Atmosphäre vom ersten Moment gut an. Ich freue mich darauf, hier das zu tun, was ich gut und mit Freude mache mache: Personalverantwortung für viele Menschen mit unterschiedlichen Lebenslinien übernehmen und unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zur Selbstverantwortung unterstützen.

Sie sind nun seit knapp zwei Monaten in Belgien: Wie gefällt Ihnen unser Gastland? Regnet es hier nicht zu oft?

Vegetation, Klima und Infrastruktur empfinde ich als sehr ähnlich zu meiner norddeutschen Heimat und doch ist Belgien anders: Die kulturelle Mischung der flämischen, wallonischen und deutschsprachigen Landesteile, die größere Gelassenheit im Alltag und der europäische Flair Brüssels – das alles hat einen ganz besonderen Reiz, den ich genieße.

Wie sahen Ihre ersten Wochen als neue Schulleiterin der iDSB aus?

Ich wurde herzlich aufgenommen und fühle mich wohl an der Schule. Im Augenblick bin ich natürlich noch dabei, möglichst viele Einblicke zu sammeln. Eine Auslandsschule ist ein komplexes System und mir ist es wichtig, die Strukturen zu verstehen, bevor ich mich gemeinsam mit der Schulgemeinschaft daran mache, bestimmte Entwicklungsstränge zu verfolgen. Begeistert bin ich von den Schülerinnen und Schülern: Sie sind aktiv und lebendig und ich habe schon einige kluge Köpfe kennengelernt.

Zum Interview der Schulfilm: https://www.youtube.com/watch?v=OJivDNxMudg&t=71s

http://www.idsb.eu/

Ein Kommentar

  1. Alfons Van Compernolle schreibt:

    Nun ja, die nord-Deutsche Gelassenheit , besonders in der Umgebung der schoenen und Freien und Hansestadt Hamburg, verlaest Niemanden, wenn man diese von Kindesbeinen an einverleibt bekommen hat. Die Belgische Gelassenheit – Mentalitaet haben viele Gemeinsamkeiten, die es einer/einem Nord-Deutschen hier schnell heimisch machen. Willkommen in Belgien, mijn Deern!

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