„Fußball kann jeder reden“

Rote Teufel fanclub links op foto Wim Vanobberghen rechts Thomas Philipp Reiter © Marc Gysens

Rote Teufel fanclub
links op foto Wim Vanobberghen
rechts Thomas Philipp Reiter
© Marc Gysens

Niederländisch- und französischsprachige Medien berichten in dieser Woche über den deutschsprachigen Brüsseler Fanclub der belgischen Fußballnationalmannschaft. Belgieninfo.net hatte bereits im September 2014 über die Gründung der „Roten Teufel Brüssel“ informiert. Inzwischen hat sich eine Menge getan.

Jean-Marie Binst, Redakteur von „Brussel Deze Week“, traf sich mit den Ideengebern. Seinen Bericht geben wir hier übersetzt in Auszügen wieder:

Eine Box in den belgischen Nationalfarben mit Pin, Wimpel, Aufkleber, Mitgliedskarte und Rote Teufel Schal, das ist das Begrüßungspaket „EURO 2016“ für Mitglieder des Fanclub Rote Teufel Brüssel. Großer Vorteil als Mitglied: man kommt bequem an Tickets für die Spiele der Nationalmannschaft. Allerdings hat der deutsche Fan-Club mehr zu bieten. „Deutsch als unsere dritte Landessprache muss stärker auf der Karte unserer Hauptstadt gesetzt werden.“

„Im Vergleich zu vor zehn Jahren gewinnen die belgischen Roten Teufel stark an Popularität auch in Deutschland“, sagt der Vorsitzende Thomas Reiter. „Spieler wie Kevin De Bruyne, Daniel Van Buyten (ehemalige Verteidiger von Bayern München) und sogar Marc Wilmots sind sehr beliebt in Deutschland. Es stärkt das Band zwischen Belgiern und Deutschen. Im Fußball finden viele Menschen ihren Seelenverwandten. Deshalb haben wir Rote Teufel Brüssel, den einzigen internationalen Fanclub der Red Devils, gegründet.“

Das Café „Les deux petits diables“ in der Rue des deux chaussées in Auderghem (am Roten Kloster) ist seit September 2014 mit den Roten Teufeln Brüssel um eine Attraktion reicher. Vom Fußballverband anerkannt wählte der neue Fanclub diese Räumlichkeiten als Ausgangspunkt für die Unterstützung der belgischen Mannschaft. Reiter lebt seit vier Jahren in Auderghem. Für einen Hamburger spricht er makellos Niederländisch. „Gelernt bei Litterate, wo ich noch zwei Stunden pro Woche Niederländischunterricht nehme“, sagt er. „Ich bin immer schon in einem Trikot der Roten Teufel herumgelaufen, das ist meine Belgitude.“

Reiter arbeitete kurz für die deutschen Liberalen im Europäischen Parlament. „Ich merkte, dass es in Brüssel wenige Möglichkeiten gibt, wo Expats auf Belgier treffen. Diese Brücke bleibt ein Problem. Daher konzentriert sich die Isolierung um die Plätze am Schuman, Luxemburg, Flagey, Chatelain… Wir wollen Deutsch als belgischer Sprache einen sichtbaren Platz geben, das ist auch ein Grund für die Gründung unseres Vereins.“ Ein gemeinsames Interesse wie die Roten Teufel kann ein Bindemittel zwischen vielen Kulturen sein.

Externe Links:

Originalbeitrag auf Niederländisch.
Beitrag auf Französisch.
Rote Teufel Brüssel auf Twitter.
Rote Teufel Brüssel auf Facebook.

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