Fritten ade?

Es ist noch gar nicht so lange her, dass Belgiens Kultur und die wichtigsten Werte des Landes in Gefahr waren – ganz ohne dass tausend zornige Imame sich gemeldet hätten. Schlimmer. Die EU-Kommission wollte im vergangenen Jahr erreichen, dass Frittenfett an Pommesbuden nicht mehr gesundheitsschädlich lang erhitzt werden dürfe. Wer in Belgien die Fritte als anerkanntes Nationalheiligtum in Flandern wie auch in der Wallonie antastet, gilt  als Verbrecher. Jean Claude Juncker ließ schnell erklären, dass Europa nicht die Fritte als solche abschaffen wolle. Der verschreckte Bevölkerung hat den Rückzug akzeptiert. Nun ist es fraglich, ob nicht belgisches Bier oder Schokolade ersatzweise vernichtet werden sollen? Wir bleiben wachsam.

 

Ein Kommentar

  1. Kristin Daleiden schreibt:

    Wie schön, dass der Staat uns sagt, was wir essen und trinken dürfen und wie wir leben sollen…
    Ich frage mich immer mehr, wie unsere Eltern so alt werden konnten. Sie haben im Krieg gehungert, alles geraucht, was man anzünden konnte und gegessen, was da war. Danach haben sie im Wirtschaftswunder gefeiert, gegessen, getrunken und fröhlich gelebt. Heute nennen wir sie „Demographieproblem“.
    Wir sind erwachsen. Informiert uns und lasst uns entscheiden!

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