Enghien und die Geschichte der Wandteppiche

Von Yenthe Dubois.

Enghien ist eine belgische Fazilitäten-Gemeinde (eine frankophone Stadt mit Fazilitäten für Niederländischsprachige) in der Provinz Hennegau, nahe der Grenze zu Flandern. Die Gemeinde liegt etwa 35 Kilometer von Brüssel entfernt und besteht seit 1977 aus den Ortsteilen Enghien (Edingen), Petit-Enghien (Lettelingen) und Marcq (Mark).

In die Wirtschaftsgeschichte von Enghien spielt die Produktion der Wandteppiche eine zentrale Rolle. Man findet weltweit Wandteppiche aus Enghien wieder, zum Beispiel in Frankreich, die Vereinigte Staaten von Amerika, Budapest und Estland.

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Seit 1469 gab es ein Markt für Wandteppichen. Sie waren so populär, dass in 1529 der enghiennois (Red: =“Der Bürger aus Enghien“) Jan Mostinck wurde Lieferant des Königs von Großbritannien Heinrich VIII. Am 16. Mai 1544 bekommt Enghien seinen eigenen Wappenschild und Buchstaben nämlich E und N weil dieser in sowohl niederländisch (EdingeN) als französisch (EnghieN) der erste und letzte Buchstaben sind im Namen der Stadt.

Die Industrie der Wandteppich in Enghien kannte seinem größten Erfolg in das zweite Teil der 16. Jahrhundert. Heute gibt es jährliche Ausstellungen über Wandteppiche auf Anfrage in la Maison Jonathas.

Sehenswürdigkeiten1.

Parc d’Enghien

Le Pavillon des Sept Étoiles:
Gegründet seit 1656 durch Karel van Brussel (Priester und Prinz von Arenberg), war es der höchste Punkt des Parks und wurde gebaut in Barockstil. Die Sterne verweisen auf die als 7 bekannte Planeten Jupiter, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Saturn und der Mond. Der Pavillon ist eine Sonnenuhr und eine Sternwarte. Der Pavillon hatte eine geheime Treppe und wurde gebaut, weil man im 16. Jahrhundert sich interessierte für Astrologie.

Das heutige Schloss wurde in 1913 angelegt. Auf Anfrage von Baron François Empain wurden später, in 1926, zwei Flügel angebaut. Der Architekt war Alexandre Marcel. Das Schloss wurde gebaut auf die Orangerie des vorigen Schlosses. Das vorige Schloss war hier nicht, es wurde auf dem gegenwärtigen Eingang des Parks gebaut. Das letzte was übrig bliebt ist la chapelle castrale.

1. La chapelle castrale
Es ist das letzte Relikt des Schlosses der Herrn von Enghien, er wurde gebraucht wie ein Friedhof für 12 Mitgliedern des Hauses Arenberg zwischen 1868 und 1914. Die Fundamenten datieren von der ersten Konstruktion.

2. Église Saint-Nicolas
Die Kirche wurde im 15. Jahrhundert abgebrannt, die Kirche wurde hiernach wieder aufgebaut worauf es noch einige Branden unterging und geplündert wurde durch die Sansculotten. Der Ursprung der Kirche ist mysteriös, aber es war sicher, dass der erste Hochaltar in 1347 geweiht wurde.

3. La Maison Jonathas
Heute befindet sich hier das Museum und Kulturzentrum von Enghien. Hier sind oft Ausstellungen über Wandteppiche. Ihr Keller fungierte früher wie ein Lagerraum für Leder und Bierfassen.

Bibliographie
http://www.enghien-edingen.be/nl/ontspanning/toerisme/park-enghien

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