Die schmelzende Geschichte der Eiscreme

Von Margaretha Mazura.

Der Januar, wenn die Gefahr von Glatteis auf den Straßen lauert, ist vielleicht nicht der beste Monat, um im Mühlen- und Nahrungsmittelmuseum in Evere an Eis, Speiseeis, Eiscreme, oder Sorbet zu denken. Andererseits: Wer hat nicht gerne das Bild vom sommerlichen Süden vor Augen, wenn es draußen stürmt und schneit? Ein Bild, das unwillkürlich einhergeht mit Eistüten und Träumen von italienischem “Gelato”.

Das Brüsseler Mühlen- und Nahrungsmittelmuseum in Evere erzählt die “schmelzende Geschichte der Eiscreme”. Waren es die Chinesen, die als erste Wasser und Milch zu einer kalten Masse verarbeiteten? Oder kreierten die Griechen, die im 5. Jahrhundert v.Chr. Schnee mit Honig und Früchten mischten, das erste Eis, weil Hippokrates dazu greaten hatte, um den “ Körper und die Lebenssäfte zu erfrischen”? Hatte Katharina von Medici in ihrer Gefolgschaft Eismacher, als sie nach Frankreich reiste, um Heinrich II. zu ehelichen?

Die Ausstellung gibt auf interessante und amüsante Weise Auskunft – und das bis Ende August 2017!

Im Gebäude der alten Mehlmühle ist seit 2009 das Museum untergebracht. Die Mühle, ursprünglich mit 22 Meter langen Windflügeln ausgestattet, stammt aus dem Jahr 1841. In ihr wurde bis 1911 Mehl gemahlen, aber schon 1853 wurde statt des Windantriebs Dampf eingesetzt, 1886 wurden die Flügel abmontiert. Das Museum organisiert jedes Jahr eine Ausstellung zum Thema Mühle oder Nahrung, eine ständige Sammlung an alten Mühlgeräten, die die Geschichte des Müllereiwesens erzählt, ist ebenfalls zu besichtigen.

Wenn man die Kapuzen und Wintermäntel nicht mehr braucht, laden im Frühjahr und Sommer die Gärten rund um die Mühle zum Spaziergang ein. Und jeden 4. Samstag im Monat, von April bis September, gibt es um 14 Uhr eine Führung (gratis) durch den Kräutergarten.

Praktische Information:

Mühlen– und Lebensmittelmuseum Evere

www.moulindevere.be

Adresse: rue du Moulin au Vent, Evere

Zufahrtsplan: http://www.moulindevere.be/j/index.php?option=com_content&view=article&id=13&Itemid=30&lang=fr

Bis 31.8.2017 ist die Ausstellung “Die schmelzende Geschichte vom Eis” zu sehen

Öffnungszeiten: Mi – Fr 10 bis 17 Uhr, Sa/So: 13 – 17.30 Uhr.

Eintritt: 4 EUR; ermässigt 2 EUR; Kinder bis 12 Jahre frei.

Kulinarische Workshops (Anmeldung notwendig):

29/01 : Omelette sibérienne

12/03 : Gâteaux glacés de fête

04/06 : Sorbets, smoothies et friscos

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