Deutschsprachiger Lions-Club hilft Kranken

Capture d’écran 2014-06-22 à 11.30.44„Man kommt nicht sehr weit, bis man beginnt, etwas für andere zu tun.“ Dies war die Lebensphilosophie des Gründers des Lions Club International, Melvin Jones. Im April 2009 wurde der Lions-Club Brüssel-Charlemagne gegründet. Es ist der erste rein deutschsprachige Lions-Club im Großraum Brüssel. Seine 30 Mitglieder stammen vorwiegend aus Belgien, Deutschland, Österreich, Luxemburg und sogar aus Ägypten. Dieser Lions-Club erfüllt auf ideale Weise den Leitspruch der „Lions: „We Serve – Wir Dienen.“

Mit der Umsetzung seiner originellen Idee „Brüsseler Adventskalender“ hat der Club seit 2010 erfreuliche publizistische und finanzielle Erfolge erzielt. Diese speziell deutsche Tradition des Adventskalenders hat beim Brüsseler Publikum großes Interesse gefunden. Hinter den Türchen vom 1. bis 24. Dezember findet man bei diesem Kalender allerdings keine Schokolade, sondern eine Los-Nummer, mit der die Käufer einen von 80 Sachpreisen gewinnen können; darunter sind so nützliche Dinge wie Laptops, Einkaufsgutscheine oder Hotelwochenenden für zwei Personen. In den letzten drei Jahren wurden jeweils fast 3000 dieser Kalender zum Stückpreis von 6 Euro verkauft.

Brüsseler Adventskalender kommt sehr gut an

So haben es die Erlöse aus den Jahren 2010 und 2011 dem Club ermöglichst, der Organisation „Thermos“ einen Zuschuss von 25000 Euro zum Kauf einer neuen Kücheneinrichtung zu gewähren. „Thermos“ versorgt Obdachlose – die sog. SDFs – im Großraum Brüssel mit warmen Mahlzeiten während der kalten Jahreszeit.

Mit den Einnahmen von 15500 Euro aus der Aktion „Brüsseler Adventskalender 2012“ wurde ein konkretes Projekt in der „Cité Sérine I“ realisiert. Diese Cité entstand aus den 32 kleinen Reihenhäusern der ehemaligen Arbeitersiedlung „La Cité Jouët Rey“, diese ist idyllisch gelegen mitten in der Gemeinde Etterbeek. Einige Mediziner haben in den 90iger Jahren die Chance und die Notwendigkeit erkannt, diese Häuser in therapeutische Studios umzubauen. Die gemeinnützige „Cité Sérine“ hat die Anlage mit öffentlicher Unterstützung renoviert und den Bedürfnissen schwerkranker Patienten angepasst. Seit 2003 wird nun in der Cité Sérine vor allem Krebs- und HIV-Patienten ein „hébergement alternatif“ geboten. Die im Durchschnitt 45 Jahre alten Patienten beiderlei Geschlechts können hier bis zu sechs Monate lang gepflegt werden. Da sie alleine in einem Haus wohnen, genießen sie große Selbständigkeit und Intimität.

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Therapeutisches Studio in Cité Sérine finanziert

Vor wenigen Tagen hat nun die Vorsitzende des Lions-Club Brüssel-Charlemagne, Brigitte Lamy, den Verantwortlichen von „Cité Sérine“ offiziell einen Scheck über die 15500 Euro überreicht. Gleichzeitig wurde das mit diesem Geld eingerichtete therapeutische Studio eingeweiht. An der Außenwand wurde eine Plakette mit dem Namen des Sponsors enthüllt. Die Spende des Clubs hat es ermöglicht, das Studio auch mit einer Kitchinette und mit einer komfortablen stufenlosen Dusche auszustatten.

Die Bezeichnung „Sérine“ wurde übrigens vom Gründer und Präsidenten der Cité, dem aus Tunesien stammenden Psychotherapeuten Fred Mabrouk eingebracht. Sérine bedeutet in der Sprache der Berber „die Spur, die Vögel am Himmel hinterlassen.“

Lions Club Brüssel-Charlemagne wird sich auch weiterhin für die Cité Sérine engagieren. Im Stadtteil Schaerbeek ist die Cité Sérine II mit 24 Studios im Bau. Mit dem Erlös des „Brüsseler Adventskalenders 2013“ soll dort ein therapeutisches Kinderzimmer finanziert werden. Zwei Künstlerinnen, Mitglieder des Club, wollen diesem Kinderzimmer „une petite touche artistique“ verpassen – natürlich ohne Honorar. Lions-Club Gründer Melvin Jones hätte sich über solches Engagement sicherlich sehr gefreut. Seinem Club gehören heutzutage weltweit 1,4 Millionen Mitglieder in 208 Ländern an.

In Belgien gibt es 285 Lions-Clubs, in Deutschland um die 1200. Der Lions-Club Brüssel-Charlemagne würde gern neue Mitglieder begrüßen.

Autor: Egon C. Heinrich

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