Deutsche Einheit mit Didier Reynders

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Reynders, Cuntz

Auch wenn der Streik bei der Bahn dafür sorgte, dass Belgiens Straßen verstopft waren, so schafften es doch am Mittwoch etwa 1500 Gäste bis zum Stehempfang in die Räumlichkeiten des Landes Sachsen-Anhalt zu gelangen. Zum Tag der Deutschen Einheit hatten der „bilaterale“ Botschafter der Bundesrepublik beim Königreich Belgien, Dr. Eckart Cuntz, sowie die Leiter der Büros der deutschen Länder geladen.

Der 3.Oktober „ist überhaupt erst der Grund, dass ich heute zu Ihnen sprechen kann,“ sagte Thüringens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Marion Walsmann. Dafür sei sie dankbar. Als einen Hauch von Ironie bezeichnete sie die Tatsache, dass die Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit in Brüssel in einem Gebäude begangen werde, dass einst die Botschaft der DDR beherbergt habe.

Einen Blick auf die Geschichte gönnte sich auch der belgische Außenminister. „Es ist eine große Ehre, hier in Brüssel an dem 22. Jubiläum der deutschen Einheit teilzunehmen“, sagte Didier Reynders. Er erwähnte Thüringen, das in Belgien nicht das bekannteste deutsche Bundesland sei, aber dennoch über Gotha Verbindungen zum belgischen Königshaus geknüpft habe. Nicht zu vergessen den belgischen Architekten Henry van de Velde, dessen wundervolle Häuser in Gera oder Weimar noch zu bewundern seien.

Reynders verwies auf die exzellenten deutsch-belgischen Beziehungen, die imponierenden Handelszahlen, ebenso wie auf die europäische Finanzkrise, die aufzeige, wie eng Europas Schicksale miteinander verknüpft seien. Dazu gebe es im Deutschen das schöne Wort „Schicksalsgemeinschaft“. Auch schließe er sich gerne Angela Merkels Worten an: „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa.“

Musikalisch flott umrahmt wurde die Brüsseler Feier zum Tag der Deutschen Einheit 20012 durch die Combo des Heeresmusikkorps 300 der Bundeswehr aus Koblenz.

 

Autor: Heide Newson

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