Belgien

Deutsch lernen lohnt sich und macht Spaß

 

Von Heide Newson

Der Herbst steht in Kürze belgienweit im Zeichen der „Woche für Deutsch“. Vom 17. bis 22. Oktober gibt es von Arlon bis Zeebrügge Aktivitäten, Veranstaltungen und Programme rund um die deutsche Sprache. Dass sich Deutsch lernen lohnt und die Sprache Goethes in Belgien wichtig ist, soll die Woche für Deutsch besonders veranschaulichen. Denn Deutsch ist neben Französisch und Niederländisch die dritte Landessprache in Belgien.

Mit der ersten belgienweiten Woche für Deutsch wollen wir die Angst vor der angeblich schweren Sprache Deutsch nehmen, indem wir die Begegnung mit ihr leicht machen“, betonte Deutschlands Botschafter Martin Kotthaus. „Mit den Aktivitäten wollen wir gemeinsam Lust auf mehr und noch viel mehr Deutsch machen. Es gibt in Belgien viele Möglichkeiten, Deutsch zu lernen und noch viel mehr, um die Sprache anzuwenden – im schulischen, universitären und beruflichen Kontext.“

DEUTSCH LERNEN IST SINNVOLL

Dass Deutsch lernen in Belgien wichtig und sinnvoll ist, wird wohl kaum jemand bezweifeln. Denn nicht nur in Belgien, sondern auch in Luxemburg, der Schweiz, Liechtenstein und Österreich wird Deutsch gesprochen. Für ungefähr 130 Millionen Menschen ist Deutsch Mutter- oder Zweitsprache. Es ist kaum zu glauben aber wahr – in der Europäischen Union ist Deutsch sogar die meist gesprochene Sprache vor Englisch. Zusammen mit Französisch nimmt sie nach Englisch Rang zwei der am häufigsten gelernten Fremdsprachen auf der Welt ein.

Erfreulich ist, dass das Goethe-Institut in Brüssel gemeinsam mit Botschafter Kotthaus so richtig die Werbetrommel für die deutsche Sprache rührt. Denn Deutsch kann für Karriere und Kultur gut und nützlich sein, aber es gibt noch viel mehr gute Gründe für das Erlernen der deutschen Sprache. Sprachen verbinden Menschen und fördern das Verständnis füreinander, schaffen Raum für neue Begegnungen, setzen kreative Kräfte frei, und sie erweitern den eigenen Bewegungsradius. So verwundert es nicht, dass die Regierung der Wallonischen Region auf Anregung des Verbandes zur Förderung des Deutschen seit 2018 jeweils den dritten Mittwoch im Oktober zum Tag der deutschen Sprache in der Wallonie erklärt hat.

Einiges Lustige haben sich die hiesigen „Anwälte“ der deutschen Sprache zum „Genießen“ dieser angeblich schwer erlernbaren Sprache für die Jugendlichen einfallen lassen. Denn mit Spaß und Freude erlernt sich alles besser. Ein buntes Kaleidoskop an Aktivitäten, Veranstaltungen, so ganz auf den Geschmack der Jugendlichen zugeschnitten, gibt den Schülerinnen und Schülern in Belgien eine Woche lang die Gelegenheit, die deutsche Sprache in ihrer Vielfalt auf lockere Art und Weise zu entdecken.

Dabei erscheint es unerheblich, ob die Schülerinnen und Schüler deutsche Vorkenntnisse haben, ob sie gerade angefangen haben, Deutsch zu lernen, oder schon Profis oder Muttersprachler sind. Alle, so hieß es jetzt in Brüssel, sind bei der Woche für Deutsch willkommen und werden aktiv einbezogen.

Den Auftakt bildet ein multimedialer und interaktiver Abend unter dem Motto „Meet the Germans“ am Montag, dem 17. Oktober um 18.30 Uhr in der deutschen Botschaft in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle. Hier erfahren alle, die sich für Deutsch, Deutschland und die Deutschen interessieren, wie diese ticken, was sie mögen, worüber sie lachen, was sie antreibt. Und da könnte so manch einer, der nicht nur gegen die deutsche Sprache, sondern auch die Deutschen Vorurteile hat, wohl so einige positive Überraschungen erleben.

Info: www.wochefuerdeutsch.be

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