Der Herbst hält Einzug mit Pracht

Von Heidrun Sattler.

Es gibt sie noch: jede Menge Bienen und Hummeln, Schmetterlinge und Libellen hat unsere Gartenfrau Heidrun Sattler in ihren Beeten und Blumen entdeckt. Für uns schlendert sie durch ihr grünes Paradies und lädt Sie ein mitzukommen.

Malven, Engelstrompete und Veilchenbaum blühen in großer Farbenpracht und wunderbaren Düften. Die Riesenstauden der Engelstrompeten, früher Datura genannt, lösen mit ihrem nächtlichen Duft den Ziertabak ab, der bisher die Abende versüßte. Zwar heißt es ab jetzt, Socken und ein warmes Jäckchen anzuziehen, doch eine halbe Stunde draußen muss sein. Auch die Nachfalter lassen sich dann sehen, und die Fledermäuse schwirren in der Dämmerung. Ein Moment des Glücks!

Viele Heckensträucher sind in den letzten Wochen zurückgeschnitten worden. Leider beraubt der ordentliche Gärtner damit die Vögel um eine wichtige Nahrungsquelle, wenn er die Beeren des Kirschlorbeers, der Zwergmispel und der Weiß- und Rotdorne entfernt. Obendrein entdeckte ich erst kürzlich im Vorgarten an einem etwas wild wachsenden Cornus alba eine Überraschung. Diesen Strauch pflanzt man ausschließlich wegen der auffälligen Farbe seiner regelmäßig getrimmten Triebe. Hier aber hatten sich, weil unbeschnitten, späte Blüten geöffnet. Und siehe da, mehrere Honig- und Wildbienen und vielen anderen Insekten, u.a. eine große Ameise, labten sich im Sonnenschein. Wieder etwas dazugelernt!

Opulentes

Doch weg vom Unauffälligen, hin zu den Prachtstücken, Dahlien aller Farben leuchten im Obst- und Kräutergarten. Im Hintergrund der Beete beugen sich schwer die Blüten der hier „Schapskoppen“ also Schafsköpfe genannten Rispenhortensie. Obwohl sie bei Regen Bodenneigung zeigt, ist die Varietät Vanille Fraise, die ihrem Namen alle Ehre macht, ein wahrer Schatz. Sie gehört zur Gruppe der Hortensien, die man stark zurückschneiden und dennoch Blütenpracht erwarten darf. Doch auch für die Bauernhortensien, deren Schnitt oft Schwierigkeiten verursacht, kann man jetzt schon etwas tun. An vielen Sträuchern sind die Blüten in diesem Jahr unschön verblüht. An geschützten Orten kann man die Stängel bis zum nächsten Knospenpaar zurückschneiden. Auch verjüngen ist jetzt angesagt. Die ältesten Austriebe nimmt man beinahe bodentief weg, so haben neue Triebe Luft und Platz.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einige gute Anregungen für die Blumenpracht im eigenen Garten geben.

 

 

2 Kommentare

  1. Katharina Koop schreibt:

    Wenn man ungefüllte Dahlien pflanzt stürzen sie Bienen und Hummeln gerne auch auf diese Prachtstücke

  2. Anne Kotzan schreibt:

    Mein 2 Jahre alter Rotkohl blüht nun zum 3. Mal in diesem Jahr! Die gelben Blüten akzentuieren herrlich mit dem rot der Blätter und laben Bienen und andere Insekten. Also wozu unsinnigen Zierkohl pflanzen?

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