Debelux Handwerkermesse Online – ein Experiment

Von Sandra Parthie.

Wie fast alles in diesem Jahr, kann sich auch die alljährliche Handwerkermesse der Außenhandelskammer Debelux den Corona-Auswirkungen nicht entziehen. Sie kann nicht in gewohnter Form und Stelle, in der internationalen deutschen Schule Brüssel, stattfinden. Aber die AHK und die Handwerker sind kreativ geworden und verlegen das Geschehen kurzerhand ins Internet. Am 18. und 19. September findet die Messe diesmal quasi im Wohnzimmer statt. 

Belgieninfo sprach mit Axel De Macq von der AHK Debelux über dieses Online-Experiment

Belgieninfo: Eine Online-Handwerkermesse klingt ja erstmal seltsam. Wie genau kommen denn da Anbieter und Kunden ins Gespräch?

Axel De Macq: Online-Messen sind in diesen Zeiten präsenter denn je. Sie gehen neue Wege und verlegen das Gespräch direkt ins eigene Wohnzimmer. Das ist für beide Seiten sehr praktisch, weil die Kunden ihre Sanierungsprojekte mit dem Handwerker per Videokonferenz direkt besprechen und Pläne und Bilder in hoher Auflösung teilen können. Dabei können der alte Holzfußbodender beschädigte Fensterrahmen oder das zu sanierende Badezimmer direkt per Kamera gezeigt werden. Für ein Gespräch können sich Interessenten kostenfrei und spätestens bis zum Freitag, 18. September, über unseres Online-Formular unter: https://debelux.ahk.de/veranstaltungen/event-details/handwerkermesse-ideen-fuer-ihr-zuhause anmelden.

 BI: Haben Sie das Format schon mal getestet? Wie kann man mitmachen, wenn man sich mit der Online-Technik nicht so auskennt?

ADM: Die Online-Handwerkermesse ist ein Novum. Wir können daher noch nicht abschätzen, wie positiv die neue Technik aufgenommen wird. Aber da derzeit ja viel im Home Office gearbeitet wird, hat man vielleicht mehr als sonst Gelegenheit bei etwaigen Sanierungsprojekte vor Ort zu sein. Daher lohnt es sich die Projekte jetzt möglichst schnell einzuplanen. Wir erhoffen uns allerdings vor allem, dass die Kunden wahrnehmen, dass sie sich stets auf die Qualität deutscher Handwerker verlassen können.

Wer sich mit der der Technik nicht sicher ist oder keine passenden Internet-Geräte, kann trotzdem an der Handwerkermesse teilnehmen und sich für klassische Telefongespräche entscheiden.

BI: Brüssel gilt in Deutschland ja aktuell als Risikogebiet. Kann ein Handwerker dann überhaupt in der Stadt Projekt hier übernehmen?

ADM: Die Sicherheit hat stets Vorrang. Die Handwerker arbeiten unter Beachtung der Sicherheitsmaßnahmen, so wie es auch Handwerker in Belgien tun. Prinzipiell reisen die Handwerker einmal kurz nach Belgien, um sich bei den Kunden zu Hause ein besseres Bild zu verschaffen. Da der Aufenthalt weniger als 48 Stunden dauert, müssen sie nach heutiger Situation nichts weiteres beachten. Um das Projekt durchzuführen, muss der Handwerker sich dann gut organisieren und sich über aktuelle Corona-Regelungen auf dem Laufenden halten. Das gilt natürlich auch für belgische Handwerker.

BI: Gibt es sonst noch Corona-bedingte Einschränkungen, wenn man einen Handwerker aus dem Ausland beauftragen will?

ADM: Nach derzeitiger Lage müssen seit 1. August alle Personen, die aus dem Ausland nach Belgien reisen und länger als 48 Stunden hier bleiben, ein Lokalisierungsformular (Public Health Passenger Locator Form) online oder auf Papier ausfüllen. Bei Nichtbeachtung kann das Bußgeld 250 Euro betragen. Da sich die Regeln derzeit jedoch jeden Moment ändern können, raten wir sowohl den Handwerkern als auch den Kunden regelmäßig Informationen auf unserer Webseite (https://debelux.ahk.de/debelux-info/corona), der Webseite des Auswärtigen Amtes (https://bruessel.diplo.de/be-de/-/2318032) und der Webseite des öffentlichen Dienstes (https://www.info-coronavirus.be/de)  zu überprüfen.

Lieber Herr De Macq, wir danken für das Gespräch und wünschen eine erfolgreiche Messe.

Fotos: AHK Debelux

 

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