Das hat lange gehalten :)

Capture d’écran 2014-06-22 à 12.20.07Belgieninfo.net besteht mehr als 10 Jahre, und während sich in diesen Tagen viele andere Vereine auf ihre Neujahrsempfänge konzentrieren, trafen die Redakteure jetzt zum 2. Mal in der Vereinsgeschichte mit dem Belgieninfo-Beirat zu einem Arbeitsessen zusammen. Es ging darum, Zukunftswünsche, Journalistenhoffnungen und Realitäten einander anzugleichen.

Die Redakteure und der Vorstand der Belgieninfo.net asbl. sind glücklich über ihre prominenten Unterstützer. Zu ihnen zählen DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz, AdR-Generalsekretär Gerhard Stahl, die Botschafter Deutschlands und Österreichs in Belgien, der Bürgermeister der Hauptstadt Brüssel, ein Vertreter der Nato, Vertreter der deutschen und österreichischen Bundesländer, die Geistlichen der christlichen Kirchen deutscher Sprache, die Direktoren des Goethe-Instituts Brüssel und der Internationalen Deutschen Schule, der Geschäftsführer der MEDA Pharma, der Steueranwalt Walter Grupp, Michael Stabenow von der FAZ und die Anwältin Ruth Wirtz als „Justiziarin“ des Vereins. Auch die Gründerin der Gesellschaft für deutsche Sprache – Zweig Brüssel, die em. Universitätsprofessorin Madeline Lutjeharms gehört dazu.

Bericht des Vorsitzenden

Ihnen stellte Chefredakteur Rudolf Wagner die Vorhaben des Jahres 2013 vor. Die Website www.belgieninfo.net soll behutsam visuell und inhaltlich weiterentwickelt werden, möglicherweise mit eigenen Videobeiträgen und mehr Fotos. Man will besser auf die Bedürfnisse der Newcomer eingehen, aber auch eine „Corporate Identity“ schaffen, die Belgieninfo, das zugehörige Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.belgienforum.net und das gedruckte Jahresmagazin überdacht.

Karl-Heinz Lambertz erinnerte an die Anfänge des Vereins. Damals habe er sich gefragt: „Wie lange wird sich das halten?“ Wichtig ist für den Politiker Belgieninfos offener Ansatz. Es gebe hier keine Autoren mit „enger Sicht“, regional und kulturell begrenzter Perspektive. Belgieninfo.net richte sich – neben deutschen und österreichischen Lesern – auch an die deutschsprachigen in Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Liechtenstein. Sie sollten verstärkt in der Redaktionsarbeit berücksichtigt werden, meinte Lambertz.

Hoher Mehrwert

Kerninhalt des Dienstes sind Informationen über Belgien auf Deutsch. Deshalb haben die beiden Webseiten und das Magazin für die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens einen „hohen Mehrwert“. Dagegen gibt es aus der Sicht Flanderns, Walloniens und auch Brüssels weniger Interesse. Lambertz verweist auf die Autonomie der Regionen und Gemeinschaften Belgiens bei der Wahrnehmung der Außenkontakte. Weitgehend einig waren sich die Teilnehmer der Diskussion: Durch Staatsreform und Föderalisierung habe das internationale Bild des Landes gelitten.

Für Gerhard Stahl, den Generalsekretär des Ausschusses der Regionen mit reicher Erfahrung auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene, ist Belgieninfo.net eine wichtige Informationsquelle für Akteure auf der belgischen und europäischen Bühne. Er ist erstaunt über die fortdauernde Motivation der Beteiligten: Wer die deutsche Sprache nutzt und etwas über Belgien lernen will, komme an Belgieninfo nicht vorbei.

Und die Finanzen?

Wer etwas verändern will, braucht die notwendigen Ressourcen, also Manpower und – Geld. Botschafter Cuntz erinnerte an die deutsche Firmen in Antwerpen, einem der größten Chemiestandorte weltweit. Andreas Sauer, Leiter der Brüsseler BMW-Vertretung, empfiehlt als Gast, verstärkt an deutsche Firmen heranzugehen, die schon in Belgien sind. Einige belgische Unternehmen, die in Deutschland aktiv und bekannt sind, zählt der deutsche Botschafter auf. Er empfiehlt die Aufnahme von Kontakten zu ihnen für Werbung und Sponsoring von Veranstaltungen.

Renate Kohl-Wachter hat als Chefredakteurin des Belgieninfo-Magazins erfahren, dass Fragen zum Arbeitslebens und zur Berufswelt auf „unglaubliches Interesse“ stoßen. Redakteur Rainer Lütkehus will ältere ausländische Deutschsprechende, die nach dem Berufsleben in Belgien bleibe, stärker berücksichtigt wissen. Themen wie Altenheime und Dienstleistungen müssten stärker berücksichtigt werden.

Zum Schluss dankte Wagner all denen, die „segnend ihre Hände über Belgieninfo halten“. Der Beirat wird in einem Jahr wieder zusammentreten und Bilanz ziehen. Jetzt geht es darum, die Vorschläge auszuprobieren und umzusetzen.

 

Autor: Jan Kurlemann

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