Das „Belgische Haus“ in Köln wird verkauft

Zwischenablage01Von Gabi Borst.

Das „Belgische Haus“ in Köln, bis vor kurzem Sitz des belgischen Generalkonsulats, steht vor der definitiven Schließung. Diese viel besuchte interkulturelle Begegnungsstätte, die Belgien und die Stadt Köln miteinander verbindet, wird seit diesem Jahr vom Förderverein „Freunde des belgischen Hauses e.V.“ geleitet und bespielt. Dort fanden beispielsweise legendäre Jazzkonzerte statt, das letzte am 18. Oktober 2015.

Der belgische Staat stellt dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude nunmehr zum Verkauf! Der Förderverein möchte alle Hebel in Gang setzen, um dort weitere interkulturelle Veranstaltungen mit dem Eigentümer „belgischer Saat“ oder auch mit dem neuen Käufer, stattfinden zu lassen. Geplant war auch die von GrenzGeschichteDG kuratierte Ausstellung zum 1. Weltkrieg „Die Menschen im Vierländerland und der Große Krieg. Leben und Leiden der Grenzbevölkerung“ im Frühjahr 2016 dort zu zeigen.

Zwei Jahrzehnte Geschichte

Seit der Eröffnung ist das Belgische Haus im Herzen Kölns mit seinen denkmalsgeschützten Räumlichkeiten wie dem Kammermusiksaal, dem Foyer-Ausstellungsraum und der Bibliothek, Begegnungsstätte und Ort international geprägter, kultureller Veranstaltungen. Knapp zwei Jahrzehnte beherbergte das Haus das belgische Generalkonsulat, welches im Juni geschlossen wurde.

Seit dem Wegzug des Generalkonsulats aus dem Belgischen Haus ist die Zukunft des Hauses als interkulturelle Begegnungsstätte, die insbesondere eine starke Verbundenheit zwischen Köln (und Umgebung) und Belgien förderte, ungewiss. Der Förderverein »Freunde des Belgischen Hauses e.V.« setzt sich deshalb verstärkt für den Erhalt des Belgischen Hauses als auch für die kulturelle Präsenz Belgiens in Köln und NRW und der in Belgien vertretenen Sprachgemeinschaften sowie den grenzübergreifenden kulturellen und soziokulturellen Austausch in dieser Region ein.

 

Der Verein freut sich über jegliche Unterstützung in Form neuer Mitglieder oder auch von Spenden.

 

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