Benefiz-Party für Flüchtlinge:

Von Jens Müller.

An der Bar trafen sich an diesem Abend Menschen, die sich im Alltag nicht unbedingt über den Weg laufen: Von alteingesessenen Ucclois über junge Angestellte der EU bis zu Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak und Palästina. Möglich gemacht hatte das eine Afterwork-Party der besonderen Art. Der Name „Make it happen“ deutete bereits den Anspruch der Veranstaltung an, die am 27. September im „Loup et Moi“ in Uccle stattfand: Es sollte etwas Außergewöhnliches geschaffen werden. Und zwar eine Feier, die gute Stimmung und gute Taten gekonnt verbindet.

Und das gelang. Die beiden Initiatoren des Abends, Sacha Feiner und Anais Delens, zwei junge Berufstätige mit großem Tatendrang, konnten mehr als zufrieden sein. „Das ist unsere zweite Auflage einer Afterwork-Party für den guten Zweck. Und sie ist wieder ein voller Erfolg!“, freuten sich die beiden, die zu diesem Zweck den Verein „Love Dance Give“ ins Leben gerufen haben. Mehr als 100 Leute waren gekommen, um selbst gemachte Cocktails, eigens gebrautes Bier und würziges Curry zu probieren. Auch stellten junge Brüsseler Projekte ihre Arbeit vor, wie zum Beispiel handgemachten Schmuck. Und für Unterhaltung war ebenfalls gesorgt: Ein DJ, eine Band und mehrere Comedians standen auf der kleinen selbst gebauten Bühne.

Das Paten-Programm

Doch am meisten freuen durfte sich der kleine Flüchtlingsverein „Refugees Are Not Alone“ (RANA). Denn zu dessen Gunsten wurde die Veranstaltung auf die Beine gestellt. Jeder Cocktail, der über den Tresen ging, diente so einem guten Zweck. Entstanden aus einem spontanen Hilfsprojekt für Flüchtlinge, die im eisigen Winter 2015 von der Straße geholt wurden, hat sich der Verein mittlerweile zu einer helfenden Hand bei dem Start in das neue Leben in Belgien entwickelt. Besonders ein Paten-Programm für Hilfe bei Behördengängen, die Wohnungssuche oder einfach nur ein offenes Ohr steht im Mittelpunkt. Zudem organisiert der Verein Ausflüge und zwei Mal im Jahr auch große Konzertabende. Der nächste findet am 6. Dezember in Ixelles statt.

„Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung“, sagte Jens Müller, Vorsitzender von RANA. „Nicht nur für die finanzielle Hilfe, sondern auch für die positive Energie des Abends. Hier stehen unsere Teams aus Brüsselern, Flüchtlingen und Freiwilligen aus verschiedensten Ländern gemeinsam hinter der Bar. Kann es ein schöneres Zeichen für einen gelungenen Abend geben?“

Mehr Infos zu RANA und Möglichkeiten, den Verein tatkräftig oder finanziell zu unterstützen: https://www.rana-be.org/

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