Belgiens chinesische Sensation

Capture d’écran 2014-05-31 à 15.51.48Schluss mit dem alles überwuchernden Bambuswuchs in Ihrem Garten. Die Pandas sind im Lande. Nach der absurden, großen Hype, die das Konzert der The Rolling Stones auf TW Classic noch übersteigt und mit der offiziellen Genehmigung des Chinesischen Präsidenten, öffnet Pairi Daiza die Türen für ekstatische Tierfanatiker.

Pairi Daiza ist ein zoologischer Garten in der Provinz Hennegau, die zur Wallonischen Region Belgiens gehört. Er ist bekannt für seine aus aller weltkommenden exotischenTiere . Seit dem 23. Februar 2014 hat der Park zwei neueMitbewohner . Es handelt sich um zwei große Pandabären, genannt Hao Hao (weiblich) und Xing Hui (männlich). Die zwei Pandas werden sich fünfzehn Jahre lang in unseremLand aufhalten.


(Red.) Dies ist ein Beitrag aus unserer Serie: „Sprachschüler schreiben für Belgieninfo“. Wir haben absichtlich die Texte nicht korrigiert, um die Verfasser zu ermutigen, in ihren Bemühungen für die deutsche Sprache nicht nachzulassen. Zugleich beglückwünschen wir sie für ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Weiter so!


Ihre Ankunft in Belgien blieb sicher nicht unbemerkt. Auf dem Flughafen in Zaventem wurden sie zuerst von unseren Premierminister Elio Di Rupo begrüßt, und danach wurden sie unter polizeilicher Begleitung nach Pairi Daiza transportiert. Am Park standen Tausende Panda -Liebhaberinnen und – Liebhaber . Jedoch konnte ihre Neugierde nicht gestillt werden, denn die Pandas wurden in gelben Lastkraftwagen transportiert und der Öffentlichkeit nicht gezeigt.

Den Pandabären wird es in ihrem neuen Zuhause an nichts fehlen: sie haben einen neuen maßgerecht gebauten Pflegerau. Man hat auch schon an ein „Babyzimmer“ gedacht , denn es ist sicher nicht die Absicht , dass Hao Hao und Xing Hui hier 15 Jahre nur zu zweit verbringen. Die Pandas werden auch keinen Hunger leiden. Sie müssen jeden Tag ca. 40 Kilo Bambus zu Gemüte führen. Außer der Bambus Delikatesse gibt es auch noch einen besonderen Nachtisch „der Pandakuchen“ . Niemand außer den Pflegern weiß genau mit welchen Zutaten der Kuchen gemacht ist. Wir wissen nur , dass die Pandas versessen sind auf diese Kuchen.

Am Sonntag dem 30. März 2014 hat der chinesische Präsident Xi Jingping in Gesellschaft von König Philippe den Panda Pavillon offiziell eröffnet. Dieses Ereignis hat natürlich auch einen politischen Unterton, der auf die Handelsmissionen in China und die gegenseitigen Beziehungen zwischen Belgien und China und die chinesisch- europäische Zusammenarbeit verweist. Am Donnerstag dem 3. April 2014 sind die Türen dann endlich für die Öffentlichkeit geöffnet worden. Wer Lust hat kann die Pandas jetzt besuchen, muss aber auch mit einen großen Andrang rechnen.

Wenn der Zulauf zu groß ist , wird die Zahl der Besucher im Park beschränkt werden auf ein Maximum von 18.000 Besuchern pro Tag. Wenn man dann letztendlich doch bereit ist einen höheren Eintrittspreis zu bezahlen , lohnt es sich dann auch, diese zwei kuscheligen Tiere zu besuchen. Denn zwei solche Riesenpandas kann man schließlich nicht jeden Tag sehen.

Gestiegene Eintrittspreise

Es ist natürlich nicht „alle Tage Sonnenschein“: Finanziell bedeutet dieser Panda Besuch doch eine große Belastung. So stieg der Eintrittspreis um 3 bis 4,5 Euro. Der Park hat schon ein kleines Vermögen für den Bau des Panda Hauses und den Transport der beiden Tiere ausgegeben. Außerdem sind die Pandas von China „ausgeliehen“, was bedeutet, dass Belgien eine jährliche Miete für sie zahlen muss. Diese Summe ist sicher nicht wenig und kann von auf 500.000 bis eine Million Euro steigen. Falls es doch zukünftig einen Baby Panda gibt , gehören diese gesetzlich auch zu China obwohl Hao Hao und Xing Hui einen belgischen Pass haben. Für die Miete dieses Baby Pandas muss noch einmal Geld auf den Tisch gelegt werden. Man sagt, dass das Projekt keine finanzielle Risiken beinhaltet solange die vorausgesetzte Besucheranzahl im Jahr erreicht wird.

Auch im Bereich der Politik haben die Pandas viel Staub aufgewirbelt und haben den „Streit“ zwischen Flandern und Wallonien wieder verstärkt. Elio Di Rupo wohnt in der wallonischen Region und man warf ihm vor, den Tierpark Pairi Daiza zum Vorteil Walloniens bevorzugt zu haben. Der zoologische Garten in Antwerpen hat schon einmal Pandas versorgt und hat damit auch die nötige Erfahrung. China hat sich dann doch für Pairi Daiza entschieden, was den Antwerpener Zoo sicher nicht erfreut hat.

Zum Schluss noch ein positiver Gedanke ; Belgien darf Stolz sein , dass wir die Ehre haben, Gastland für zwei chinesische Riesenpandas zu sein. Diese Tiere sind äußerst selten, und deswegen ist es eine Ehre, dass China uns das Vertrauen schenkt , ihre Pandas zu pflegen . Weltweit gibt es nur 17 Tiergärten , wo man Riesenpandas sehen kann, und nun ist Belgien auch dabei. Im Bereich des Tourismus wird Wallonien sicherlich einen Aufschwung erleben, denn viel mehr Flamen werden in den Süden des Landes reisen, um diese Tierchen zu besuchen. Dem Tourismus in Belgien wird es auch zugutekommen, denn alle Ausländer , die doch in Wallonien sind , werden sich bestimmt die Mühe machen, die anderen Teile des Landes zu erkunden. Nicht nur europäische Bürger werden Belgien besuchen, sondern auch chinesische.

Autor: Amala Vangaver

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