Ausgangsbeschränkungen lassen Stromverbrauch sinken

Von Rainer Lütkehuis.

Der Stromverbrauch in Belgien geht messbar zurück. Grund sind insbesondere die Ausgangsbeschränkungen.

Zwischen dem 12. und 18. März sei gegenüber Anfang März ein Rückgang der Spitzenlast um zehn bis 15 Prozent verzeichnet worden, erklärte die Sprecherin des belgischen Stromnetzbetreiber Elia, Marleen Vanhecke gegenüber Belgieninfo.

Der Londoner Thinktank Ember hat mit dessen bisher verfügbaren Daten gearbeitet und darauf basierend einen Rückgang des europaweiten Stromverbrauchs um zwei bis sieben Prozent ermittelt.

Wie viel des Rückgangs im Stromverbrauchs auf den belgischen Industriesektor zurückzuführen sei, lässt sich aktuell nicht genau bemessen. Doch Strom sei mehr als genug vorhanden. Weil am letzten Wochenende reichlich Wind- und Sonnenstrom produziert wurde, habe es sogar zeitweise negative Preise an der Strombörse gegeben. Vier der sieben belgischen Kernreaktoren seien zur Zeit am Netz. Sie haben insgesamt eine Nettoleistung von 4037 MW. Damit sei Belgiens Versorgungssicherheit absolut gewährleistet. Das war noch vor eineinhalb Jahren ganz anders. Belgien hatte im Herbst 2018 erhebliche Versorgungsprobleme, als nur ein Reaktor am Netz war. Rund 50 Prozent des Strombedarfs wird in Belgien noch immer mit Atomkraft, 28 Prozent mit Erdgas und 17 Prozent mit Erneuerbaren einschließlich Wasserkraft generiert.

 

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