„Au Vieux Bruxelles“: Traditionelle Brüsseler Brasserie mit deutschem Einfluss

Von Sven Parthie.

Wer Silvester Besuch erwartet und noch auf der Suche nach einem typisch Brüsseler Lokal ist, dem sei die Brasserie „Au Vieux Bruxelles“ ans Herz gelegt. Das bekannte Restaurant beim Place St. Boniface besteht seit 1882 und erstrahlt allabendlich im Charme alter Zeiten.

Das „Vieux Bruxlles“ war bis 1998 im Besitz der Gründerfamilie und wurde im Jahre 2000 von Vincent Braibant gekauft, der es bis heute gemeinsam mit seiner deutschen Partnerin Beate Bischof betreibt. Die gebürtige Bayerin kümmert sich seit 2013 insbesondere um den Service und die Verwaltung des Restaurants.

Das Restaurant war früher bekannt für seine traditionellen belgischen Gerichte, vor allem seine Schnecken, den Aal „grün“ sowie für einen besonderes Dessert – ein Tarte Tatin-artiges Soufflé, das einen Tag vor dem Restaurantbesuch bestellt werden musste.  Auch wenn sich der Aal nicht mehr auf der Speisekarte wiederfindet, haben Vincent und Beate die alten Rezepte behalten und bieten weiterhin traditionelle, saisonale belgische Speisen an. Vieles wird heute jedoch wesentlich „leichter“ gekocht: Weniger Sahne, weniger Fett, leichter bekömmlichen Käse. Beate Bischof betont im Gespräch, dass täglich alles frisch und selbst gekocht wird, gleich ob Käse- oder Krabbenkroketten, Fritten oder der bekannte Hackbraten. Persönlich empfiehlt sie vor allem die „Moules Frites Estragon“, den Vol au Vent sowie die Carbonnades. Neben leichteren, gesünderen Speisen fragen die Gäste zunehmend vegetarische und glutenfreie Speisen nach.

Bei der Übernahme wurden Einrichtung und Dekoration der Brasserie in ihrem alten Zustand belassen, lediglich ein paar mehr Tische wurden hinzugefügt. Dieses typische Alt-Brüsseler Ambiente trägt auch zur Beliebtheit des Restaurants bei, das abends von 18:30 Uhr bis 23:30 Uhr, am Wochenende bis Mitternacht, geöffnet ist. Wer mal tagsüber eine Gruppe verköstigen will, ist bei Voranmeldung ebenfalls willkommen. Um den alten Charme zu erhalten, sucht Beate Bischof gerade einen Maler für die Restaurierung der Wandgemälde.

Vor allem am Wochenende frequentiert auch Prominenz das „Au Vieux Bruxelles“, neben französischen und belgischen SchauspielerInnen oder MusikerInnen speisten hier schon Ed Sheeran, Pete Doherty und Prinz Philippe (bevor er zum König gekrönt wurde).

www.auvieuxbruxelles.com

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