Änderungen zur Maskenpflicht in Belgien

Von Sandra Parthie.

Seit dem 11. Juli gilt in Belgien eine neue Corona-bedingte Verpflichtung: das Tragen von Mund-Nase-Masken in Läden und einigen öffentlichen Innenräumen, wie z.B. Museen, ist nunmehr verpflichtend.

Entsprechende Empfehlungen hatte sowohl der Gesundheitsrat, als auch die Expertengruppe GEES (Gruppe der Experten für die Exit-Strategie) im Verlauf der letzten Woche gegenüber der Regierung immer deutlicher gemacht. Unter Gesundheitsexperten und bei der Weltgesundheitsorganisation WHO wächst die Überzeugung, dass die sogenannten Aerosole in der Luft an der Verbreitung von Covid-19 stark beteiligt sind. Die Einhaltung des 1,5m Mindestabstands allein scheint nicht auszureichen, um das Verbreitungsrisiko zu stoppen. Das Tragen der Masken hingegen soll deutlich mehr helfen.

Wer sich in Belgien nun ohne Maske in Geschäften und öffentlichen Innenräumen aufhält, riskiert Strafsanktionen. Läden und Einrichtungen die sich wiederholt nicht an die Regeln halten, werden geschlossen, hieß es aus dem Kabinett der Regierungschefin Sophie Wilmès. Wer einen belgischen Ausweis oder eine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann sich bereits seit Mitte Juni in den Apotheken des Landes kostenlos eine Stoffmaske abholen. Bisher, so berichtet die Zeitung Le Soir, sich auf Zahlen der belgischen Apothekenvereinigung (Association pharmaceutique belge, APB) beziehend, seien nur 3,5 Millionen der extra vom Verteidigungsministerium georderten 12 Millionen Masken verteilt worden.

Auch bezüglich Urlaubsreisen bleibt die Situation im Fluß. Bulgarien, Rumänien, Kroatien und Luxemburg wurden am heutigen Montag auf die Liste der „orangenen“ Zonen gesetzt, auf der bisher schon Zypern, Dänemark, Island und Irland standen. Wer aus diesen Ländern nach Belgien kommt, muss sich testen lassen und eventuell in Quarantäne. Urlaub in diesen Länder bleibt also möglich, aber Reisende sind aufgerufen besonders achtsam zu sein und müssen sich bei der Rückkehr den genannten Maßnahmen unterziehen. Das Ampelsystem von grünen, orangenen und roten Ländern bzw. Zonen wurde bereits kritisiert, da unklar ist, was genau „achtsames“ Verhalten sein soll und die Farbzuteilung auch laufenden Änderungen unterliegt. Wie bei so Vielem im Corona-Kontext, ist auch hier keine finale Sicherheit möglich.

 

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