Aachen umsonst

Was haben Bücherschränke, der Elisenbrunnen, Wochenmärkte, die Magnolie vor dem Aachener Dom und der Möschebrunnen gemeinsam? Sie sind alle Teil Aachens und zugleich umsonst zu besuchen und zu nutzen. 55 Hinweise hat Martin Thull zusammengetragen, um Aachen umsonst erkunden und erleben zu können.

Nun gut, einige Orte wie die Museen, so das Centre Charlemagne, das Suermondt-Ludwig-Museum oder das Zeitungsmuseum öffnen ihre Pforten nur für ein junges Publikum unter 21 Jahren kostenlos. Doch auch für ältere Besucher ist das „museale Aachen“ kostenlos zu erkunden, dank sei z. B. den „Archäologischen Fenstern“ im Dom, am Aachener Rathaus, im Elisengarten oder an der Rennbahn. Allerdings vermisst man bei Thulls Hinweis eine ausführliche Beschreibung dessen, was als Bodendenkmäler zu sehen ist.

Schmeckt nicht

Ob man das Aachener Heilwasser aus dem Elisenbrunnen probiert, entscheidet jeder selbst, denn es schmeckt nicht. Seit 1909 existieren die Aachener Thermalquellen, deren Wasser allerdings mit dem Hinweis „Kein Trinkwasser“ versehen wurde. Warum? Im Wasser ist unter anderem Arsen enthalten, sodass es formal unter das Arzneimittelgesetz fällt. Um diese Bestimmung zu umgehen, hat man den oben genannten Hinweis angebracht. Zapft man das Wasser also ab und trinkt es, tut dies auf eigene Gefahr!

Von Knoten zu Knoten

Wer vor der Chorhalle des Doms steht, wird im Frühjahr eine blühende Magnolie entdecken. Es kann aber auch sein, dass man sich im August/September an der Blütenpracht des „Tulpenbaums“ erfreuen kann. Zu Fuß kann man mithilfe des Knotensystems in und rund um Aachen unterwegs sein. 78 km Wanderwege sind mit Knoten ausgeschildert. Eine kostenlos in der Tourist Information zu erhöltliche Karte hilft bei der Vorabplanung der Wanderungen, für die man sich eigentlich nur die anzusteuernden Knoten notieren muss. GPS und Kartenmaterial sind überflüssig. Der Aufstieg zum Lousberg ist sicherlich für Ungeübte nicht einfach, aber der Blick von oben entschädigt allemal für die Mühen.

Die alte Trinkwasserversorgung aus der Römerzeit, den Paubach, kann man ebenso entdecken, ohne einen Cent auszugeben, wie den Johannisbach, einst als Abwasserkanal genutzt. Nur zwischen September und Oktober findet die Aachener Kunstroute statt. Während dieser Zeit öffnen Museen, Kunstvereine und Galerie ihre Türen für Besucher kostenlos. Unter www.aachenerkunstroute.de erfährt man Näheres.

Hier ist was los

Auf den Kirmesrummel Öcher Bend wird von Martin Thull außerdem hingewiesen, obgleich man sicherlich die Fahrgeschäfte und Buden nicht kostenlos nutzen kann, aber riechen, schauen und hören kann man ohne etwas zu bezahlen. Ein weiterer Rummel findet über Fronleichnam im Ortsteil Kornelismünster statt: der historische Jahrmarkt rund um die Propsteikirche St. Kornelius mit Gauklern, Feuerspuckern, Kettenschaukeln, historischem Riesenrad und … und … .

Ach ja, der Autor weist auch auf das kostenlose Surfen in Aachen hin . Allerdings ist dies nur 24 Stunden lang und nur in der Nähe vom Dom und vom Rathaus möglich.

Wer den vorliegenden „Stadtführer“ Seite für Seite liest, der findet gewiss Anregungen für den nächsten Besuch der Stadt Karls des Großen – umsonst unterwegs natürlich zwischen Dom und Aachener Tivoli!

text © ferdinand dupuis-panther – Der Text ist nicht public commons

Martin Thull: AACHEN UMSONST – 55 Hinweise auf kostenlose Angebote in der Kaiserstadt, Grenzecho Verlag, ISBN 978-3-86712-135-4, Preis: 15,00 €

Einen Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.