64. Wiener Ball in Brüssel – die Tradition lebt

Von Sandra Parthie.

Anfang Februar war es wieder soweit – die Österreichische Vereinigung in Belgien lud zum jährlichen „Wiener Ball“ ins Brüsseler Concert Noble. Der prächtige Ballsaal bot ein wunderschönes Ambiente für die nicht weniger prächtigen Gäste, die, in Ballkleidern, Fräcken und Smokings den besondere Charme des Balls ausmachten.

 

 

 

 

 

 

Inbesondere die Debütantinnen und Debütanten sowie das Kinderballett der Tanzschule Marly sind Hightlights der Veranstaltung. Die jungen Damen und Herren des Eröffnungskomittees bereiten sich schon Monate vorher, mit Tanzkursen und nicht zuletzt der Outfit-Wahl, vor. Ihr Eröffnungstanz ist ein sehr stilvoller Auftakt in den Abend und nicht nur für die stolzen Eltern schön anzusehen. Die Debütantinnen und Debütanten sind auch später am Abend der notwendige Anker für die Quadrille, bei der man ohne ihre kenntnisreiche Unterstützung noch schneller die Übersicht über die Schrittfolge verlieren würde.

Auch diesmal war unter den 800 Gästen wieder österreichische Brüsseler Prominenz. Herr und Frau Botschafter Elisabeth Kornfeind mit Erzherzogin Anne-Gabrielle d’Autriche und Karin Lukas-Eder vom Organisationskomitee setzen auch farblich wunderbare Akzente.

Sie genossen, gemeinsam mit den anderen begeisterten Tänzerinnen und Tänzern, die Ballklänge vom Orchester Dr. Krisper aus Wien. Denn mal ehrlich – ohne gute Musik, käme so ein Ball ja nicht in Schwung.

Die gespannte Erwartung, die im Saal zu spüren ist, kurz bevor es endlich „Alles Walzer“ heißt und die Paare die Tanzfläche füllen, um ihre Wiener Walzer Fähigkeiten zu testen und zu präsentieren, spricht Bände. Da, man glaubt es kaum, nicht immer alle Paare die klassischen Balltänze fehlerlos im Repertoire haben und auf’s Parkett bringen können, ist in einigen Ecken gern mal eine gewisse Erleichterung zu erahnen, wenn das Orchester immer mal wieder zu Klängen wechselt, bei denen Mann auch ohne vorherigen Auffrischungskurs in der Tanzschule die Partnerin elegant herumwirbeln lassen kann. Anfänglich kann man auf der vollen Tanzfläche aber ohnehin die eine oder andere Unsicherheit verstecken. Und im Laufe des Abends stellen sich die Erinnerungen an die Schrittfolgen dann auch bald wieder ein.

Die traditionellen Stärkungen, Gulaschsuppe, Würstel und natürlich die Sachertorte, helfen ebenfalls, in die Wiener Stimmung einzutauchen und bis 3h00 morgens diese besondere Nacht zu genießen.

Auch diesmal gab es wieder eine Tombola mit interessanten Preisen, von Schmuck und Designerkleidern, bis Reisen nach Tirol und die Damen waren von der „Damengabe“ begeistert. Diesmal war sie inspiriert vom Beethovenjahr und dem 250. Geburtstag Beethovens, und kam in Form eines Armbands mit Notenschlüssel.

Der Wiener Ball ist mit seiner Liebe zum Detail, den charmanten traditionellen Elementen und Dank des unermüdlichen Organisationskomitees ein absoluten Muss im gesellschaftlichen Kalender Brüssels und erfreut sich anhaltend großer Beliebtheit, nicht nur in der österreichischen, sondern auch in der deutschen und der weiteren europäischen Community der Stadt.

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