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30 Jahre Städtepartnerschaft – Franziska Giffey und der Berliner Senat in Brüssel

Von Heide Newson

Mit ihrem gesamten Kabinett kam die Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, vom 5. bis 6. Dezember nach Brüssel. Anlass war das 30jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und der Region Brüssel-Hauptstadt. Der Aufenthalt wurde mit einer auswärtigen Sitzung des Senats in Europas Hauptstadt verbunden, so dass Frau Giffey bereits am Montag ein straffes Arbeitsprogramm zu absolvieren hatte.

Dazu gehörte ein Besuch des Start-up Inkubators Greenbizz, anschließend ein Treffen mit Rudi Vervoort, dem Ministerpräsidenten der Region Brüssel-Hauptstadt, mit dem es viel zu besprechen gab. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen und die Vertiefung der städtepartnerlichen Beziehungen.

Am Dienstagabend wurde im Veranstaltungszentrum „Les Brigittines“ im Brüsseler Zentrum der Geburtstag der gut funktionierenden Partnerschaft gefeiert, die zwischen Brüssel und Berlin seit 30 Jahren besteht. 150 Gäste waren dabei, und es gab eine flotte Berliner Pop-Band, Speis und Trank, jede Menge guter Laune und gute Gespräche.

Mit viel Charme, im entspannten Plauderton und kein bisschen müde, betrat Franziska Giffey die Bühne. In perfektem Englisch begrüßte sie die internationalen Gäste. Es sei ihr eine große Ehre, mit dem ganzen Kabinett hier zu sein, sagte sie und verwies auf die Frauenpower im Berliner Senat. „Wir sind elf, davon nur vier Männer, und eine Frau als Bürgermeisterin,“ meinte sie schelmisch und hatte sogleich die Lacher auf ihrer Seite.

Dann sprach sie über das dreißigjährige Jubiläum, die tiefe Freundschaft sowie Zusammenarbeit zwischen Berlin und der Region Brüssel-Hauptstadt, die am 1. Juni 1992 in Berlin unterzeichnet wurde. Motiv für die Partnerschaft mit Brüssel war damals die Nähe zur Europäischen Union; ebenso wichtig waren aber auch die Gemeinsamkeiten beider Hauptstädte in Bereichen wie Kreativität, Wirtschaft, Kultur, Bekämpfung von Kriminalität, oder Verwaltungskonzeptionen.

Gemeinsam sei man stark, betonte Berlins Bürgermeisterin und verwies auf die exzellente Zusammenarbeit mit Brüssel im Verwaltungsbereich, bei Stadtentwicklung, Umweltschutz, Flüchtlingsfragen, Energieengpässen, Krieg in der Ukraine, Inflation, steigenden Mietpreisen und während des Covid Lockdowns. „Wir helfen und inspirieren uns durch unsere Partnerschaft,“ fuhr sie fort. Das gelte derzeit besonders für die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine. Ohne die Mithilfe und Solidarität der Bürger/innen von Berlin und Brüssel wäre es aber kaum zu schaffen. Und diese engen Freundschaftsbande zwischen Brüssel und Berlin waren dann wirklich ein Grund zum Feiern. Bei ihrem letzten Besuch in Berlin hätten die Brüsseler während eines Empfangs mit einer schmissigen Jazzband überrascht und begeistert. „Wir haben heute eine Pop-Band mitgebracht“, kündigte Franziska Giffey an.

An Stelle von Rudi Vervoort, der sich wegen eines anderen Termins entschuldigen ließ, hielt Elke Van den Brandt, grüne Ministerin der Region Brüssel-Hauptstadt für Mobilität, eine kurze Rede. „Es war damals Liebe auf den ersten Blick,“ sagte sie über das gute Verhältnis, das Brüssel zu Berlin seit nunmehr 30 Jahre pflegt. „Berlin war unsere erste Liebe, und die erste Liebe vergisst man nie,“ jetzt freuen wir uns auf die Goldene Hochzeit,“ fuhr sie fort und versprühte zusammen mit Berlins strahlender Bürgermeisterin jede Menge guter Laune.

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