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03. September 2010

Frisch frittiert

Bart De Wevers Partei NVA, die als größte flämische Partei bei den letzten Wahlen abgeschnitten hat und auch im föderalen Parlament die größte Fraktion stellt, leidet an Mitarbeitermangel. Unter dem Spruch „Schaffe zusammen mit der NVA ein starkes Flandern“ werden jetzt bis zu 84 Mitarbeiter per Zeitungsanzeigen gesucht. Normalerweise sind solche Jobs in Belgien sehr ertragreich. Es wird allerdings auch vorausgesetzt, dass man voll und ganz mit der Ideologie der Partei übereinstimmt.

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Friede, Freude, Eierkuchen?

Flamen hoffen auf Ende der „belgischen Blockade“

Die Auslandspresse prognostiziert seit der Föderalwahl vom vergangenen Sonntag das baldige Ende Belgiens. Tatsächlich hat die konservativ-nationalistische N-VA mit ihrem Chef Bart De Wever am 13. Juni einen überwältigenden Wahlsieg eingefahren. Aber wie sieht es in Flandern selbst aus? Die Stimmung im Landesteil scheint weit weniger radikal, als im Ausland suggeriert wird. Man kann sich sogar einen französischsprachigen Premier vorstellen, wenn nur endlich Bewegung in den Föderalisierungsprozess kommt. [mehr]

Glückliche Tage auf Schloss Belœil

Das wilde Leben des Prince de Ligne/Teil 1

Er gilt als belgischer Diplomat aus einer Zeit, in der es Belgien noch gar nicht gab. Zwischen Kriegen, Reisen, Aufenthalten in Wien, Paris und Brüssel, kehrt der Prince de Ligne immer wieder nach Belœil zurück. Er genießt in seinem Schloss die müßige Zeit in dem von seinem Vater nach französischem Vorbild angelegten Garten, er liebt es, mit seinen Kindern zu spielen und wird zum Kameraden seiner Söhne, ein im 18. Jahrhundert einmaliges Erziehungskonzept. [mehr]

Standortvorteil Minderheitensprache

Lambertz stellt Bericht für den Europarat vor

Der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Karl-Heinz Lambertz, stellte als Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Bildung des Kongresses der Gemeinden und Regionen des Europarates (KGRE) vergangene Woche einen Bericht mit dem Titel „Minderheitensprachen - ein wertvolles Gut für die regionale Entwicklung“ vor. [mehr]

Ein teures Geisterbahnvergnügen

Die Investitionsruine der Prémétro in Charleroi

Charleroi mit rund 200.000 Einwohnern hat eine Größe, die vielleicht mehrere Straßenbahnlinien, aber nur in Ausnahmefällen eine Stadtbahn mit Tunneln (Prémetro) - ganz zu schweigen von einer vollwertigen U-Bahn (Métro) - rechtfertigt. Und doch plante man in den späten 1960er-Jahren in Belgiens größter Industriestadt ein großangelegtes Stadtbahnnetz mit Tunneln, Viadukten und Stichstrecken, die bis auf den heutigen Tag nie fertig gestellt oder in Betrieb genommen wurden. Die Investitionsruine der MLC (Métro léger de Charleroi) ist damit eine der größten Fehlplanungen in Belgien. [mehr]

Eine tödliche Wolke wie aus der Hölle

Vor 95 Jahren: deutsches Giftgas bei Ypern

Ypern, 22. April 1915, 18 Uhr. Im Norden steigt aus den deutschen Schützengräben auf einer Linie von 16 Kilometern zwischen den Dörfern Bikschote und Langemark eine Nebelwand empor, verfärbt sich langsam grünlich und walzt unaufhaltsam über die französischen Linien. Im Schatten der Wolke folgen deutsche Infanteristen und besetzen, ohne auf nennenswerten Widerstand zu stoßen, ein Gelände von ungefähr sechs Kilometer Tiefe. [mehr]
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