Pünktlich zum 15. Thronjubiläum von König Albert II. wurde bekannt, dass es im kommenden Jahr in der königlichen Kasse wieder fröhlich klingeln wird. Die Bezüge der königlichen Familie sollen um 6 Prozent erhöht werden. Ab 2009 muss der Steuerzahler 13,853 Millionen Euro dafür aufbringen. Eine Senatskommission, die wegen der schon lange vorhandenen Kritik an der Finanzierung des Königshauses mit der Überprüfung dieser generösen Praxis beauftragt ist, hat bisher noch nie getagt.
Der Deutsche Schulverein Brüssel ist ein 1951 nach belgischem Recht gegründeter gemeinnütziger Verein (Niederländisch: vereniging zonder winstoogmerk [vzw] bzw. Französisch: association sans but lucratif [asbl]). Die Finanzierung des Schulbetriebes erfolgt über den Schulträger, also über den Schulverein. Alle Verträge werden mit dem Schulverein abgeschlossen.
Laut Satzung des Schulvereins kann - mit Ausnahme der Lehrkräfte und Mitarbeiter der Schule (genauer: des Schulvereins) – jeder Mitglied werden. Die Mitgliedschaft der Eltern im Schulverein ist erwünscht, da dies ihre Identifikation mit und das Engagement für die Schule stärkt. Die Aufnahme in den Schulverein erfolgt durch Antrag an den Präsidenten des Verwaltungsrates des Schulvereins. Der Verwaltungsrat entscheidet über die Aufnahmeanträge.
Der Schulverein hat zwei Gremien: die Hauptversammlung und den Verwaltungsrat. Die Hauptaufgaben der Hauptversammlung sind die Ernennung (sowie Abberufung) der Mitglieder des Verwaltungsrates sowie der Rechnungsprüfer, die Genehmigung der jährlichen Haushaltspläne und -abschlüsse sowie die Entscheidung über Änderungen der Vereinssatzung. Solange der Schulverein von der Bundesrepublik Deutschland Zuschüsse erhält, bedarf jegliche ihre Rechte berührende Satzungsänderung der vorherigen Zustimmung durch den Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Die Satzung sieht vor, dass die Hälfte des Verwaltungsrates aus Eltern von Schulkindern besteht und die andere Hälfte aus Schulvereinsmitgliedern, deren Kinder nicht (mehr) die iDSB besuchen. Diese Regelung sorgt für Kontinuität und Nachhaltigkeit der Arbeit des Verwaltungsrates und somit des Schulvereins.
Die iDSB ist gekennzeichnet durch eine besonders hohe, berufsbedingte Fluktuation der Schülereltern; im Schnitt bleiben Schüler ca. vier Jahre. Die Führung des Schulvereins durch den Verwaltungsrat setzt neben guter Kenntnis des Schulgeschehens auch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den staatlichen fördernden Stellen in Deutschland voraus. Ferner ist darauf zu achten, dass finanzielle Verpflichtungen des Schulvereins, unter anderem bei der Einstellung von Lehrkräften, unabhängig vom Wechsel der Schülereltern langfristig geplant und abgesichert sind.
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