Militärübung

Belgische Militärs haben sich was ausgedacht, und in Flandern findet eine große Übung zur Evakuierung von Zivilpersonen aus einem Kriegsgebiet statt. Laut Drehbuch will der Präsident im fiktiven Baltonia nach der Wahl seine Macht nicht abgeben, das Chaos lebt. Von den Flughäfen Antwerpen und Malle werden deshalb freiwillige "Auslandsbelgier" in das wallonische Florennes evakuiert. Wie man aus zuverlässiger Quelle hört, hat Bart de Wever auf eine Teilnahme an den Manövern verzichtet. Er übt lieber in der Realität.

Belgische Bahnpreise ab Aachen

Gute Nachrichten für Grenzpendler aus dem Raum Aachen. Seit dem 1. Mai gelten belgische Fahrscheine schon ab und nach Aachen. Die belgische Bahn plant sogar, im Aachener Hauptbahnhof einen eigenen Fahrkartenautomat aufzustellen, wie der Aachener Verkehrsverbund berichtet. Der nächste Schritt der deutsch-belgischen Beziehungen wären dann belgische Bierautomaten in Deutschland - nur echt mit dem belgischen Höchststeuersatz!

TAK

Die flämische Sprachpolizei, das berüchtigte Taal Aktie Komitee (TAK) aus Tervuren, hat wieder einmal zugeschlagen: weil der niederländisch-belgische Textilgigant Zeeman auch des Niederländischen unkundige Verkäuferinnen und Verkäufer in der örtlichen Filiale eingesetzt hatte, plakatierten die Aktivisten dort eine angebliche „Schließung wegen Piraterie gegen den flämischen Charakter von Tervuren“. Welch ein Erfolg! Die frankophonen Mitarbeiter wurden entlassen. Die Mehrheit der Kunden spricht trotzdem weiter Französisch.

Post

Die Temperaturen sind gefühlt wie Winter. Eben haben wir die Heizung hochgedreht, und nun kommt auch noch eine Mail von Corinna. "Hallo, ist es richtig, dass es in Belgien seit 2005 den "Dicken-Pullover-Tag" gibt? Haben Sie nähere Infos dazu? Wann war er ggf. im Jahr 2012? Grüße Corinna." Er ist, er ist, Corinna! Heute! Oder kann jemand unter unseren Lesern eine bessere Auskunft geben?

Karl May

„Durchs wilde Belgistan“? Das Buch hat es nie gegeben. Karl May, der vor 100 Jahren in Radebeul starb, hatte aber sehr wohl Vorstellungen vom Nachbarland. In seinem Roman Kong-Kheou, das Ehrenwort (später umbenannt in Der blaurote Methusalem) hat der deutsche Auswanderer Daniel Stein eine Ölquelle in China gefunden und ist reich geworden. Sein Ingenieur ist der Belgier van Berken, der gemeinsam mit seinem Bruder in den Dienst des Käufers der Quelle, dem Niederländer Willem van Aardappelenbosch tritt. Die beiden Brüder kommen aus Löwen. Na bitte.

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