Die 15 Kilometer vor den Toren Brüssels gelegene flämische Gemeinde Tervuren steht zwei Monate lang ganz im Zeichen der "Frau in der Kunst". Unter diesem Titel wird von der Kunstvereinigung "Vrienden van de School van Tervuren" in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung die im Dreijahresrhythmus veranstaltete 6. Kunsttriennale "Furament" präsentiert.
Schauplätze sind das Gemeindemuseum "Hof van Melijn", die Gemeinschaftszentren "Papeblok" und "Nettenberg", der "Beeldenpark" - -alles im Zentrum von Tervuren - und der nahegelegene "Park von Tervuren". Hier sind jeweils an den verlängerten Wochenenden - Freitag, Samstag, Sonntag - bis einschließlich 1. Juni 2008, jeweils von 14 bis 17 Uhr, zahlreiche Kunstwerke (Bilder in verschiedenen Mal-Techniken, Skulpturen usw.) zu bewundern.
In den Kategorien Zeitgenössische Künstler, Alte Meister und Sonderaktivitäten haben "Die Freunde der Schule von Tervuren" unter ihrem rührigen Vorsitzenden Jan Verhulst eine breite Palette an interresantem, sehenswertem Kunstschaffen zusammengestellt. Dazu wird am Pfingstsonntag (11. Mai) von 13 bis 17 Uhr ein Tag "Freiluftaktivitäten im Park" (Malen im Park von Tervuren) veranstaltet. Im "Museum für Mittelafrika" an der Straße Steenweg nach Leuven läuft parallel dazu, ebenfalls im Rahmen von "Furament", die Ausstellung "Die Frau in der Kunst. Congo". Damit wird die enge Zusammenarbeit zwischen dem bekannten Kongomuseum und dem Tervurener Gemeindemuseum "Hof van Melijn" unterstrichen. Die "School van Tervuren" pflegt vor allem das Erbgut der hiesigen Malerei und bekannter Maler des späten 19. und des frühen 20. Jahrhunderts.
Tervuren ist Gründungsmitglied von "EuroArt", der Vereinigung von Künstlerkolonien, zu der sich ursprünglich sechs Gemeinden aus der Alt-EWG im Februar 1994 in einem Festakt im Europäischen Parlament in Anwesenheit des damaligen EP-Präsidenten Egon Klepsch und des damaligen Kommissionsmitglieds Joao de Deus Pinheiro zusammenschlossen. Erster Generalsekretär war der Deutsche Otto Kuby (Tervuren). Inzwischen sind zahlreiche Künstlerkolonien aus alten und neuen EU-Ländern beigetreten.
An der diesjährigen "Furament"-Ausstellung beteiligen sich von deutscher Seite Künstler aus Kronberg, Worpswede, Kloster-Lehnin und Dachau. Peter Bürgel, Oberbürgermeister von Dachau, wird in seiner Eigenschaft als EuroArt-Präsident bei der Furament-Festveranstaltung am Samstag, 10. Mai, in Tervuren sprechen.
Bilder: Paula Wimmer (Dachau), Monika Bendner (Kronberg)






