„KunstenfestivaldesArts“ - ein sperriger Titel für ein Internationales Kulturfestival resultierend aus der Zweisprachigkeit der belgischen Metropole Brüssel und zugleich Metapher für interkulturelle Wanderungen zwischen Welten.
„KunstenfestivaldesArts“ – unter Kennern zeitgenössischer theatraler Formen und Liebhabern von „sperrigen“ darstellenden Kunstformen nach 12jähriger Brüsseler Festival(er)folge der Geheimtipp schlechthin!
Vom 9. bis zum 31. Mai findet das Festival in diesem Jahr an 21 städtischen Kulturschauplätzen statt. In 23 Nächten dreier Wochen präsentieren über 300 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt Werke aus Grenzbereichen zwischen Theater, Tanz, Performance, Bildender Kunst und inszenieren neuartige Schau-, Sprach- sowie Medienkunstwelten. Unzählige Weltpremieren sind dabei zu erleben.
«C'est un festival de création!«
Themen- und Spartenvielfalt sowie konzeptionelle Offenheit mit dem Wagnis, das Unbekannte zu erahnen, kennzeichnen wohl am besten die Zielsetzung der Festivalleiterin Frie Leysen. Am Herzen liegt ihr, im Zuschauer Seh-Lust anzustacheln und ihn mit ungekannten und ungeahnten Theatererlebnissen zu konfrontieren.
Für das „KunstenfestivaldesArts“ reist Frie Leysen um die ganze Welt und zu allen Bühnen und Bühnchen auf der Suche nach dem „Besonderen“ für ihren Brüsseler Frühling. Der Zuschauer weiß jedes Jahr von Neuem nicht, was denn da auf seine fünf Sinne zukommen wird und die Festivalleiterin weiß es oft selbst nicht, denn ein Gutteil der Veranstaltungen sind Weltpremieren. Oftmals stehen bei Druck der Programme noch nicht einmal die Veranstaltungstitel fest!
Ein typisch Brüsseler Festival
Im Jahr 1994 kreierte Frie Leysen dieses inzwischen typisch Brüsseler Festival. Typisch für Brüssel: Publikumserhebungen zeigen, dass Leute aus allen Milieus, Alteingesessene wie Zugereiste, Eurokraten wie Immigranten das Festival besuchen, dass im Übrigen nicht nur in Theatersälen, sondern auch im öffentlichen Raum der Stadt und in verschiedenen Stadtvierteln wirkt und sich inszeniert. Typisch auch: man trifft sich vor und nach den Vorstellungen auf ein Bier und einen Plausch. Dazu gibt es das Festivalzentrum, auch in diesem Jahr wieder in den frisch restaurierten Räumen der historischen Beursschouwburg. Hier finden die Zuschauer geschmückt und getarnt als „Salon“ nicht nur das Festivalbüro, die Veranstalter sowie die Künstler, sondern auch Essen und Trinken und natürlich immer wieder spontane Kunstaktionen, Late Nights, Filme und Feste, inszenierte Interviews, Ausstellungen, Fotoschauen zu den Festivalattraktionen und weitere Überraschungen. Zum Festivalschluss lockt der „Bal final“ mit Künstlern, Zuschauern und allen Festivalleuten: am 31. Mai ab 0.00 Uhr – don’t miss it!
Festivalauftakt: Stifters Dinge von Heiner Goebbels
Eröffnet wird das diesjährige Festival mit „Stifters Dinge“ von Heiner Goebbels – ohne Schauspieler.
Bei Goebbels spielen die Dinge die Hauptrolle. Das Stück entführt in eine surreale Welt aus Klavierklängen, Licht und Stimmen: ein wahnwitziges Hör- und Sehstück jenseits allbekannter Theatererfahrung.
Weitere Highlights neben einer zweiten deutschen Truppe – nämlich das festivalbekannte Berliner Performance-Trio Haug, Kaegi & Wetzel „Rimini Protokoll“ mit ihrem globalisierten Telefonmeeting „Call Cutta in a box“ – sind Amir Reza Koohestanis „Mehr Theatre Group“ aus Teheran mit dem hautnahen Zeittheaterstück „Quartett: A Journey to North“, Zan Yamashita aus Kyoto mit seiner dialogischen Choreographie „It is written there“ sowie der zwischen den Welten der Bildenden Kunst und dem Theater schaukelnde Belgier Kris Verdonck mit seiner apokalyptischen Vision „END“. Ein besonderes Erlebnis am genialen Thurn-und-Taxis-Theaterort verspricht auch das Michael Marmarinos/Theseum Ensemble mit „Dying as a country“ nach dem gleichnamigen Buch von Dimitris Dimitriadis.
Übrigens: eventuelle Sprachbarrieren baut das „KunstenfestivaldesArts“ mit „Ober- oder Untertiteln“ meist in Französisch und Niederländisch, oft zusätzlich auch in Englisch ab.
Alle weiteren Informationen über das KunstenfestivaldesArts und das genaue Festivalprogramm erhalten Sie hier: http://www.kunstenfestivaldesarts.be/fr/festivalcentre
Tickets online bestellen können Sie hier https://kfda.basicorange.nl/selectevents.asp?language=3





