14. März 2010

Frisch frittiert

Es war zu erwarten, aber es ist bitter: Belgien hat keine einzige Medaille bei den Olympischen Spielen ergattern können. Der Eisschnellläufer Bart Veldkamp, Bronze über 5000 Meter in Nagano 1998, ist der letzte belgische Edelmetallträger. Seppe Smits, Snowboarder, konnte diesmal nicht antreten – auf ihm liegen nun alle Hoffnungen, dass Belgien in Sotschi besser abschneidet als in Vancouver.

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Entzückend im Dreivierteltakt

Der Wiener Ball 2010 in Brüssel

Von Hortense Hörburger

„Es ist wunderschön, alles ganz wunderbar“, so Edith Höfner, die Büroleiterin von Prof. Harry Kopietz, dem ersten Präsidenten des Wiener Landtages, die beide am diesjährigen Wiener Ball in Brüssel teilgenommen haben. Es sei alles ganz anders als in Wien, aber einfach goldig. Und sie muss es ja wissen, kann sie doch mit rund 500 Bällen vergleichen, die in der Karnevalszeit in Wien veranstaltet werden.

In Brüssel gibt es nur den einen, aber der ist dann auch ein ganz wichtiges gesellschaftliches Ereignis und es wird dabei wirklich nicht nur Österreichisch parliert. 800 Gäste waren diesmal dabei, um die 32 debütierenden Tanzpaare zu bewundern. „Eine entzückende Eröffnung auf sehr kleinem Raum“, lobte Edith Höfner und fügte dazu, dass die Veranstalter sehr stolz sein könnten. „Da springt einfach ein Funken über und die Paare haben ihre Tänze ja auch in sehr kurzer Zeit gelernt“.

 

 

Vor der Ball-Eröffnung wurde wie immer die österreichische und die europäische Hymne gespielt; dann gab es eine kurze Ansprache von Dr. Volkmar Hierner, dem Präsidenten der Österreichischen Vereinigung in Brüssel, die auf ihr sechzigjähriges Bestehen zurückschauen kann. Er sprach der Stadt Wien einen herzlichen Dank für die Damenspende aus – diesmal eine CD mit Wiener Melodien, natürlich viel Walzer, ausgesucht vom Büro des Wiener Landtagspräsidenten. Dann dankte er noch für die Aufrechterhaltung der Tradition und wünschte einen rauschenden Ballabend. Den gab es – für Alt und Jung. Auch das hat Tradition.

 



Zur Tradition gehörte, dass der Ballsaal mit Blumen in den Farben Österreichs – weiß und rot – geschmückt war. Wie immer eröffneten die Schülerinnen und Schüler der Tanzschule Marly den tänzerischen Teil des Abends. Und wie immer und wie überall bei jedem Wiener Ball der Welt zeigten die Debütanten und Debütantinnen ihr Können bei der Fächerpolonaise von Carl Michael Ziehrer. Das Ballorchester von Dr. Flo. spielte prächtig auf, und die Wiener Schnitzel und andere österreichische Schmankerln aus der bewährten Küche des Wienerhauses aus Aalst schmeckten wunderbar dazu.

„Ja, die Schnitzel sehen wirklich aus wie es sich gehört“, so Sandra Ritzberger von der Wiener Bezirkszeitung. Zum Zeitpunkt meiner Frage war es für sie noch beim Augenschmaus geblieben - der Andrang am Buffet war einfach zu gewaltig. Aber Belgieninfo (Hortense Hörburger, Foto) kann es bestätigen: die Speisen schmeckten wie direkt aus Wien importiert. Lobend erwähnt werden sollte an dieser Stelle auch, dass sich die Preise für Speis' und Trank seit Jahren nicht geändert haben. Kompliment.

Kollegin Ritzberger wird übrigens in ihrer Zeitung vom Wiener Ball in Brüssel berichten. Das gab es noch nie. Und eines ist ganz sicher: es wird ein enthusiastischer Bericht sein. Zu Recht.  

 

Fotos: Johannes Wachter

Erstellt oder aktualisiert am 07. Februar 2010.

 
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