Das Problem ist so alt wie die Deutschsprachige Gemeinschaft: Zahlreiche für die belgische deutschsprachige Bevölkerung wichtige Gesetzestexte werden nicht oder mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung ins Deutsche übersetzt. Damit soll jetzt Schluss sein.
Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Präsidenten der verschiedenen Föderalen Öffentlichen Dienste (FÖD) gemeinsam mit dem Generalsekretär des DG-Ministeriums Norbert Heukemes eine neue Vorgehensweise ausgearbeitet. Dieser Vorschlag genießt die volle Unterstützung von Premierminister Hermann Van Rompuy, wie aus einem Schreiben des Premiers an DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz hervorgeht.
Zukünftig wird es so sein, dass die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft dem Premierminister vierteljährlich eine Liste zukommen lässt, die sämtliche Königlichen und Ministeriellen Erlasse erfasst, die für die Interessen der DG und ihrer Bürger von besonderer Bedeutung sind und die es vorrangig zu übersetzen gilt. Der Premier wird diese an die Präsidenten der jeweils betroffenen FÖD weiterleiten, die ihrerseits die unmittelbare Übersetzung veranlassen werden.
„Wir vor Ort können am Besten einschätzen, welche föderalen Gesetzestexte am wichtigsten für die DG sind. Vor diesem Hintergrund ist es nicht mehr als logisch, dass wir ein entscheidendes Wort bei der Festlegung der Prioritätenliste einlegen“, so ein zufriedener Ministerpräsident Lambertz, der in diesem Zusammenhang von „einem weiteren wichtigen Etappensieg auf dem Weg hin zur korrekten Anwendung der Sprachengesetzgebung“ sprach.











