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06. Januar 2009
Terminkalender


Frisch frittiert

Der belgische Waffenhandel gleicht sich der Weltwirtschaft an: es gibt keine Zuwachsraten mehr, im Gegenteil. 2008 wurden außerdem von der Regierung zwei Exportanträge zugunsten der israelischen Armee abgelehnt. Es gibt sie also noch, die guten Meldungen.

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Club Brügge - Anderlecht endet 1-1

An der Tabellenspitze bleibt es eng

Von Armin Möller

Die Spitzenmannschaften der belgischen Liga übten sich am Wochenende in Zurückhaltung. Club Brügge schaffte es nicht, im Topspiel im eigenen Stadion Anderlecht zu bezwingen, und Standard biss sich am Sonntagabend gegen Lokeren die Zähne aus. Von diesen Punkteteilungen profitieren konnte Westerlo, das nun auf Platz Drei vorgerückt ist.

 

Topspiele halten selten das, was sie versprechen. Und so war es auch beim ersten Sonntagsspiel am zwölften Spieltag. Im erwartungsgemäß ausverkauften Jan-Breydel-Stadion empfing Club Brügge den Erzrivalen RSC Anderlecht zum Kampf um die Tabellenführung. Das Spiel begann mit einem Paukenschlag, als Wesley Sonck Brügge in der fünften Minute in Führung brachte. Dieses Tor tat dem Spiel gut, denn Anderlecht musste nun aufmachen. 

 

Die Zuschauer sahen ein offenes Spiel ohne Glanzpunkte. Große Chancen spielte keine der beiden Mannschaften heraus, aber Anderlecht wirkte angriffslustiger und spielbestimmender. Zu Beginn der zweiten Halbzeit zahlte sich die Initiative von Anderlecht, nach vorne zu spielen, aus. Mbark Boussoufa stellte nur vier Minuten nach Wiederanpfiff den Ausgleich her.

 

Die Brügger Fans mussten noch einmal um die Tabellenführung bangen, denn Anderlecht hatte noch eine große Chance, die Nicolas Frutos nicht nutzte. Ob die folgende Rote Karte für den Argentinier Frust über die vergebene Chance zur Führung oder eine Fehlentscheidung des belgischen FIFA-Schiedsrichters Frank de Bleeckere war, sei an dieser Stelle dahingestellt. Anderlecht musste zwölf Minuten lang das Unentschieden über die Runde schaukeln. Das gelang ohne große Probleme.

 

Kampf um die Tabellenspitze

 

Ob Club Brügge das Unentschieden auf dem eigenen Platz reichen sollte, um  Tabellenführer zu bleiben, entschied sich später am Sonntag im Daknam-Stadion von Lokeren. Dort empfing Sporting die womöglich spielstärkste Mannschaft der Liga: Standard. Vor nur 7100 Zuschauern zeigten sich die Hausherren bemüht, sich keine Blöße zu geben und ihrem Ruf, zuhause schwer besiegbar zu sein, alle Ehre zu machen. Lokeren spielte clever und war taktisch gut eingestellt. 

 

Die schnellen Spitzen von Standard konnten sich kaum in Szene setzen. Jovanovic und De Camargo schienen an diesem Abend stumpfe Messer zu sein. War Standard in Gedanken schon beim UEFA-Cup-Spiel gegen Partizan Belgrad am kommenden Donnerstag? Nein, sicher nicht. Denn Lokeren sorgte nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte in der 72. Minute dafür, dass Standard hell wach wurde. Nach dem 1-0 durch Ouwo Moussa Maazou in der 72. Minute schien Standard wach gerüttelt worden zu sein. 

 

Nur zwei Minuten nach dem Tor der Gastgeber erzielte Dieumerci Mbokani den Ausgleich für die Rouches und rettete ihnen einen Punkt. Für die Übernahme der Tabellenführung reicht der zwar nicht, aber immerhin bleiben die Lütticher in Lauerstellung. Ebenfalls mit 24 Punkten teilt sich Westerlo den zweiten Platz mit Standard. Der Provinzklub aus den Kempen ist die Überraschungsmannschaft der Saison. In einer temporeichen Partie schlug das Team von Trainer Jan Ceulemans AA Gent am Freitagabend mit 3-2.

 

Racing Genk verliert nach einem peinlichen 1-1 im eigenen Stadion zwei wichtige Punkte, um auf Tuchfühlung zur Tabellenspitze zu bleiben. Ob der in der Cristal-Arena von Genk erbeutete Punkt dem akut abstiegsgefährdeten SV Roselare hilft, ist fraglich, denn mit Tubize und Dender EH konnten zwei Hauptkonkurrenten wichtige "Dreier" einfahren. Tubize schlug Cercle unerwartet mit 3-0 und Dender schickte KV Kortrijk mit 1-0 nach Hause. 

 

Fußball zum Abgewöhnen boten KV Mechelen und RAEC Mons in einem echten Kellerduell. Endstand hier: 0-0.

Erstellt oder aktualisiert am 17. November 2008.

 
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