Dass norwegische Mannschaften schwierig zu spielen sind, weiß Club Brügge noch vom Spiel gegen Brann Bergen. Rosenborg Trondheim, den bisher erfolgreichsten norwegischen Verein, hat deshalb niemand in Brügge unterschätzt. Club-Coach Jacky Mathijssen gab als Minimumziel ein Unentschieden aus.
Die derzeitige Mannschaft von Rosenborg Trondheim ist zwar nicht mehr das Team, das vor einigen Jahren noch in der Champions League von Zeit zu Zeit die Großen des europäischen Fußballs zu ärgern vermochte, aber ein unangenehmer Gegner sind die Norweger auch in diesem Jahr. Physisch und konditionell stark, lange Kerls in der Abwehr und eine gute Spielorganisation - das sind die Charakteristika dieses Teams.
Im ersten Gruppenspiel von Club Brügge in der UEFA-Cup-Zwischenrunde empfingen die Vikinger Blau-Schwarz im heimischen Lerkendal-Stadion vor nur 12.600 Zuschauern. In den ersten 25 Minuten konnte jedem Club-Fan das Herz mehrmals in die Hose rutschen, denn Rosenborg sorgte ständig für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Hätte Stijn Stijnen im Tor von Brügge keinen so guten Abend erwischt, hätten die Norweger wohl schon mit 2-0 in Führung gelegen.
Nationalkeeper Stijnen musste mehrfach sein Können unter Beweis stellen und seine Vorderleute vor einem Rückstand bewahren. Nachdem etwas Ruhe ins Spiel gekommen war, hatte Club zusehends mehr Ballbesitz und konnte auch einmal etwas wagen. Ein Schuss von Wesley Sonck, dem Mann in Form, zwang den Rosenborg-Keeper einzugreifen - mehr kam dabei nicht heraus.
Erlösender Halbzeitpfiff
Vor zwei Nullen auf der Videowand sahen die Zuschauer dann die Mannschaften in die Kabine gehen. Jacky Mathijssen konnte zwar mit dem Halbzeitergebnis zufrieden sein, nicht aber mit der spielerischen Leistung seiner Elf in den ersten 25 Minuten. Was auch immer er den Spielern gesagt haben mag, es hat geholfen. In der zweiten Halbzeit wirkte Brügge frischer und angriffslustiger.
Nachdem die Anfangseuphorie verflogen war, plätscherte das Spiel dahin. Beide Mannschaften zeigten wenig Biss, und für den Zuschauer mag es wie Fußball zum Abgewöhnen ausgesehen haben. Die wenigen Chancen, die es zu notieren gab, wurden nachlässig vergeben. Am Ende hieß es 0-0. Brügge entführte mit etwas Glück den angestrebten Auswärtspunkt und hat die erste Prüfung auf internationalem Parkett vom Ergebnis her ganz gut gemeistert.
Mit dem FC Kopenhagen und Saint-Etienne trafen sich zeitgleich zwei weitere Teams aus der Gruppe G. Die Franzosen gewannen 1-3 und stehen vorläufig an der Spitze der Minitabelle, weil Favorit FC Valencia spielfrei war. Auch Standard Lüttich, der andere belgische UEFA-Cup-Teilnehmer, hatte am ersten Spieltag frei.
Die ersten drei Mannschaften der insgesamt acht Fünfergruppen kommen weiter. Hinzu kommen die acht Drittplatzierten aus der Champions-League.













