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06. Januar 2009
Terminkalender


Frisch frittiert

Der belgische Waffenhandel gleicht sich der Weltwirtschaft an: es gibt keine Zuwachsraten mehr, im Gegenteil. 2008 wurden außerdem von der Regierung zwei Exportanträge zugunsten der israelischen Armee abgelehnt. Es gibt sie also noch, die guten Meldungen.

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Ein psychologisch wichtiger Sieg

Rote Teufel nahmen Estland auf die Hörner

Von Armin Möller

Der Druck vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Estland war groß. Ein Unentschieden oder eine Niederlage hätten Unruhe in die belgische Nationalmannschaft gebracht. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Rene Vandereycken sich beim 3-2 gegen Estland nicht mit Ruhm bekleckerte, ist die Pflicht vollbracht.

 

Mit einem 3-2 gegen Estland hat Belgien in Lüttich seinen Einstand in der Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika (so sie denn dort stattfindet) gegeben. Vor dem Spiel war der Druck auf Spieler und Trainer sehr hoch, denn die vergangenen Monate und Jahre waren eigentlich nur von Misserfolgen geprägt. Hoffnung auf ein Ende der Malaise machte das gute Abschneiden der belgischen Olympiamannschaft, die in Peking Vierte bei der Olympiade wurde.

 

Bondscoach Rene Vandereycken griff auf einige dieser Spieler zurück und gab ihnen die Chance, sich zu beweisen, wenn es "richtig" um die Wurst geht. Den Belgiern war deutlich anzumerken, dass für sie viel auf dem Spiel stand. Im Spiel nach Vorne lief alles ganz gut. Wesley Sonck, der Angreifer von Club Brügge, sorgte oft für Torgefahr und erzielte in der 39. Minute das 1-0. Mit diesem mageren Vorsprung gingen die Roten Teufel in die Kabine.

 

Estland spielte, ohne zu glänzen. Allerdings schien es, als hätte die Elf von Rene Vanderycken nicht realisiert, dass auch die Balten theoretisch Tore schießen können. Diese Theorie wurde in der 57. Minute zur Praxis - Schock für Belgien. Ging nun der Schlendrian wieder los? Musste ausgerechnet der erfahrene Bayern-Star Daniel van Buyten den entscheidenden Abwehrfehler machen, der zum Ausgleich führte?

 

Abwehr: Hühnerhaufen auf Hasenfüßen

 

Belgien schien 20 Minuten lang völlig von der Rolle zu sein, bis Marouane Fellaini Steven Defour einsetzte, der mit mehr Glück als Verstand das 2-1 erzielte. Nach der Einwechslung von Cercle-Stürmer De Sutter gelang dann der Befreiungsschlag: erneut traf Sonck, der den Vorsprung ausbaute. Der Sieg schien damit nun ungefährdet, und in diesem Bewusstsein vergaßen die Roten Teufel, dass auch Estland noch bis zur 90. Minute auf dem Platz war.

 

In der Nachspielzeit kamen die Balten noch einmal auf 3-2 heran. Ergebnismakulatur, mehr nicht. Es war eine Pflichtaufgabe, die Belgien mit viel Prüfungsangst und einigen Flüchtigkeitsfehlern bewältigte. Überzeugend war diese Vorstellung nicht. Aufgrund welcher Tatsache der ehemalige Bondscoach Wilfried Van Moer erkannt haben möchte, dass das Spiel der Belgier gegen Estland ein gutes Signal für das Spiel am Mittwoch gegen die Türkei sein könnte, wird sein Geheimnis bleiben. Immerhin haben die Türken es bei der EM in Österreich und in der Schweiz weit gebracht. Belgien war nicht einmal dabei.

Erstellt oder aktualisiert am 08. September 2008.

 
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