Der Palast der königlichen Familie im Stadtzentrum Brüssels wird vom 25. Juli bis 7. September wie jedes Jahr seit 1965 für Besucher öffentlich zugänglich gemacht. Bei freiem Eintritt kann man durch historische Säle schlendern sowie einige zeitgenössische Kunstwerke und eine temporäre Ausstellung bewundern. Außer Montags wird der Palast jeden Tag zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet sein.
Elf Monate im Jahr steht der Besucher vor den verschlossenen Türen des Königspalastes und muss sich mit einem Spaziergang im Park von Brüssel begnügen. Aber im Sommer gewährt das Königshaus einen Einblick in den Arbeitsplatz von Albert II. und Königin Paola. Normalerweise werden hier Audienzen und Empfänge abgehalten. Daneben gibt es im riesigen Komplex auch Büros einiger der wichtigsten Mitarbeiter des Königs. Außerdem verfügt der Palast über Appartements für Staatsoberhäupter, die sich zu einem Besuch in der Stadt aufhalten.
Königliches Ambiente
Der Goya-Salon bietet Wandteppiche, deren Entwürfe von seinem Namensgeber Francisco de Goya gezeichnet wurden. Im Thronsaal sind vier Reliefs von Auguste Rodin zu bewundern, die acht ökonomische Tätigkeiten darstellen, die symbolisch für die damaligen belgischen Provinzen stehen. Und natürlich darf auch in Brüssel ein Spiegelsaal nicht fehlen! Ursprünglich sollte dieser Raum unter Leopold II. mit allegorischen Tafeln aus Afrika verziert werden, doch Albert I. ließ hier Spiegel anbringen.
Zeitgenössische Kunst
Der Königin ist es zu verdanken, dass seit 2002 auch zeitgenössische Kunst im Palast zu finden ist. So wurde die nicht fertig gestellte Decke und der Kronleuchter im Spiegelsaal mit 1,4 Millionen Skarabäenpanzern überzogen – ein Werk von Jan Fabre mit dem Namen „Heaven of Delight.“ Eine wahrlich glänzende Idee! Des Weiteren ist eine so genannte „Monochrome Serie“ von sieben Bildern der Malerin Marthe Wéry zu sehen und zwei lebensgroße Porträts des Königs und der Königin von Dirk Braeckman. Das ist gut so, denn als Besucher bekommt man die Monarchen hier niemals live zu Gesicht.
Ausstellung von Technopolis
Dieses Jahr findet während der Öffnungszeiten auch eine Ausstellung unter dem Motto „Wissenschaft im Palast“ statt. Verantwortlich dafür sind Technopolis, das flämische Wissenschaftszentrum in Mechelen, und die föderale Wissenschaftspolitik. Hier dreht sich alles um den Satelliten und um moderne Techniken zur Betrachtung der Erde; außerdem werden die unterschiedlichen Talente von Männern und Frauen unter dem Titel sEKSPERIMENT beleuchtet. Dabei kann sich selbst testen und neu entdecken. Auch ein besonderer Spaß für Kinder, denn Anfassen ist erlaubt und es gibt eine Spielecke.













